GKR-Forum

a_6.jpg a_6.jpg

#1

Trump attackiert Kampfflugzeug-Hersteller

in Aus der Welt der Wissenschaft 12.12.2016 19:13
von franzpeter | 9.009 Beiträge

Trump attackiert Kampfflugzeug-Hersteller - und vernichtet Milliarden


• Der designierte US-Präsident hat sich diesmal den größten Rüstungskonzern des Landes vorgenommen: Lockheed-Martin.
• Trump beschwerte sich über hohe Kosten für den Tarnkappen-Jet des Unternehmens. Die Aktie verliert daraufhin mehr als vier Prozent.
Es ist nicht einmal eine Woche her, dass der künftige US-Präsident Donald Trump mit 137 Zeichen ein Vermögen verbrannte. Der Schaden entstand beim größten Flugzeughersteller des Landes: Boeing. Trump beschwerte sich über ausufernde Kosten für die neuen Präsidenten-Maschinen vom Typ 747, ergänzt mit dem Nachsatz: "Auftrag stornieren!" Boeing verlor kurzzeitig mehr als eine Milliarde Dollar an Wert.

Nun hat sich Trump wieder ein Unternehmen vorgenommen. Wieder geht es um ein Flugzeug - und wieder geht es um Milliarden. "Das F35-Programm und seine Kosten sind außer Kontrolle. Milliarden Dollar können und werden bei militärischen (und anderen) Anschaffungen nach dem 20. Januar gespart werden", schrieb Trump auf Twitter. Die F35 ist ein Kampfflugzeug des Rüstungsherstellers Lockheed-Martin - und das Prestigeprojekt des amerikanischen Militärs. Der sogenannte "Joint Strike Fighter" entsteht in Zusammenarbeit mit Zulieferern aus dem Ausland und soll auch von Nato-Partnern eingesetzt werden. Das Flugzeug verfügt über sogenannte Tarnkappen-Technologie und kann deshalb nur schwer von feindlichen Radarsystem erkannt werden.

Die Kosten für den Jet wurden immer teurer

Die USA wollten mit dem 2001 gestarteten Projekt ihren technischen Vorsprung in der Luft sichern. Die bisherige Kampfflugzeug-Flotte besteht noch immer aus Jets, die bereits in den 1970er-Jahren im Einsatz waren, etwa der F16-Fighting Falcon, die ebenfalls von Lockheed hergestellt wurde. Der neue High-Tech-Jet soll die alten Flieger ersetzen. Doch das Programm hat viele Kritiker. Immer wieder traten bei Hardware und Software Mängel auf. Die Auslieferung verzögerte sich nicht nur, die Jets wurden auch wesentlich teurer.
Die knapp 2500 Flugzeuge, die nach und nach in Dienst gestellt werden, sollen am Ende etwa 400 Milliarden Dollar kosten. Das ist bereits doppelt soviel wie ursprünglich veranschlagt. Hinzu kommen die Unterhalts- und Wartungskosten, die die Flotte während ihrer Einsatzdauer verursachen wird. Die Regierung rechnet mit Kosten von einer Billion Dollar. Der Tarnkappen-Jäger ist damit das teuerste Programm in der Geschichte des Pentagon.

Nach Ansicht Trumps geht es offenbar deutlich billiger. Wie genau er sparen will, ließ er in seinem auf 140 Zeichen beschränkten Tweet offen. Die Botschaft allein reichte jedoch aus, um den größten Rüstungskonzerns der USA empfindlich zu treffen. Die Aktie rutschte zwischenzeitlich um 4,1 Prozent ab. Das Unternehmen verlor damit um 3,2 Milliarden Dollar an Wert. Es ist zwar unrealistisch, dass Trump ein solches Projekt einfach stoppen wird - dazu ist auch schon viel zu viel Geld investiert worden. Doch der Vorfall zeigt erneut, wie unberechenbar der kommende Präsident für die US-Unternehmen ist. Insgesamt haben die Märkte zwar positiv auf ihn reagiert. Doch für einzelne wurde es bereits schmerzhaft - und extrem teuer.
Quelle: MSN
Kommentar

Zitat
Boeing verlor kurzzeitig mehr als eine Milliarde Dollar an Wert.
Das Unternehmen ( Lockheed )verlor damit um 3,2 Milliarden Dollar an Wert.



Kann es sein, dass der Autor des Artikels eine Kleinigkeit übersieht (hat offenbar die Nachdenkseiten nicht gelesen)?
Diese Verluste sind reine Buchungswerte, die sich in kurzer Zeit wieder ändern können.
Wenn man an Stuttgart (Bahnhof) und Berlin (Flughafen) denkt - Trump hat offenbar daraus gelernt. Er stoppt die ausufernden Kosten mit einem Schuss vor den Bug von Boeing und Lockheed. Ist doch gut, oder?
Dazu muss man wissen, dass die USA derartig hoch verschuldet sind, dass sie Konkurs anmelden müssten (ähh, bei wem?), wenn sie ihre (Raub-) Kriege einstellen würden. [Nur die Rüstungsindustrie hält sie noch über Wasser. Die UdSSR hat seinerzeit Pleite gemacht und der USA steht das Wasser bis zum Hals.]
Hat Trump geschnallt, wer der eigentliche Besitzer der USA ist? China?

Hierzu Wikipedia:
Die Ablösung fand vor rund zweieinhalb Jahren statt: Seit damals ist nicht mehr China der größte Gläubiger der USA, sondern die US-Notenbank Fed. Sie hält mittlerweile Staatsanleihen im Wert von 2,1 Billionen Dollar. Nach wie vor sind die Chinesen aber der größte ausländische Gläubiger der Vereinigten Staaten. 1,277 Billionen schulden die USA China mittlerweile. Japan liegt nur knapp dahinter mit 1,1 Billionen Dollar.
Anm. Die Fed ist keine rein staatliche Institution (sie gehört großen Banken (Familien)):
Die Fed berichtet regelmäßig an den Kongress der Vereinigten Staaten über ihre Aktivitäten und ihre Pläne zur Geldpolitik. Das Tagesgeschäft und die operativen Entscheidungen der Fed werden von ihr frei und eigenständig entschieden. Der Kongress hat allerdings die Befugnis, die Gesetze betreffend der Geschäftstätigkeit der Fed zu ändern.[1]
Kritik am Federal Reserve System wird bereits seit seiner Konzeption im Jahre 1913 geäußert. Ihm wird u.a. vorgeworfen, für die Great Depression von 1929 und später für die weltweite Finanzkrise 2008 Schuld zu tragen.
wikipedia


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 12.12.2016 19:58 | nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 7 Gäste sind Online

Wir begrüßen unser neuestes Mitglied: Susecumm
Forum Statistiken
Das Forum hat 2872 Themen und 13275 Beiträge.

Heute waren 6 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 71 Benutzer (12.03.2015 19:47).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen | ©Xobor.de