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Systemische Gesellschaftswissenschaft und das Ende eines Unrechtssystems

in Aus der Welt der Wissenschaft 02.01.2017 17:26
von franzpeter | 9.719 Beiträge

Vereinigung von Ökonomie & Recht: Systemische Gesellschaftswissenschaft und das Ende eines Unrechtssystems
31. Dezember 2016 von Michael Friedrich Vogt
31. Dezember 2016 Prof. Dr. Franz Hörmann im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt beim 3. Quer-Denken.TV-Kongreß am 26. und 27. November 2016 in Bergheim.


http://quer-denken.tv/vereinigung-von-oe...nrechtssystems/


Prof. Hörmann weist im Gespräch mit Michael Friedrich Vogt darauf hin, daß es sich bei „Ökonomie und Recht“ um zwei sogenannte „normative Wissenschaften“ handelt, also „Wissenschaften“, welche eine „politische Präferenz“ integriert haben und daher keine ergebnisoffene Forschung ermöglichen können.

In Anlehnung an das berühmte Einstein-Zitat, wonach Probleme niemals auf derselben Ebene gelöst werden können, auf der sie entstanden sind, schlägt er daher vor, die gefährliche Spaltung der Gesellschaft in „Ökonomie und Recht“ (die schließlich erst die Möglichkeit von „Wirtschaftskriminalität“ erschaffen hat) zu beenden. Die Systemische Gesellschaftswissenschaft verbindet und überwindet „Ökonomie und Recht“. Sie betrachtet die Gesellschaft als ein Bündel von Kommunikationsprozessen und nicht als einen Kreislauf von Waren- und Geldflüssen oder als den Dialog von Normsetzern und Normunterworfenen.

Tauschmittel, Produktion, Verteilung, Innovation, Bildung, die gesamte menschliche Entwicklung innerhalb einer dynamischen Gesellschaft wird somit psychologisch und technologisch beschreibbar und gestaltbar, weil die von „Ökonomie und Recht“ vorgegebenen „Gesetze“ nur das Resultat von Kommunikationsprozessen innerhalb der Gesellschaft (also endogen entstanden und nicht exogen vorgegeben) sind.

Größere Veränderungen der menschlichen Gesellschaft fanden bisher stets an ökonomischen (Finanzierbarkeit, Schuldenlast) und juristischen „Gesetzen“ ihre Grenzen. Wenn aber die menschliche Gesellschaft von einer höheren Ebene aus modelliert wird, die „Ökonomie und Recht“ ebenfalls als veränderbare Elemente integriert, dann wird es möglich diese Gesellschaft gleitend und ohne Schocks und strukturelle Brüche („Crash“, „Krieg“) an die veränderten menschlichen Bedürfnisse und neuen technologischen Möglichkeiten anzupassen. Gesellschaftliche Veränderung erhält so, neben den bisher bekannten Formen der Top-Down-Steuerung bzw. der Bottom-Up-Revolution, eine weitere Perspektive: die emergente Transformation, die in jedem einzelnen Individuum als Erweckung höherer kommunikativer Fähigkeiten ihren Ausgang nimmt.

Websites:
www.franzhoermann.com

www.osbeee.com

Link zu den Artikeln von Prof. Dr. Franz Hörmann:
http://www.franzhoermann.com/publikationen.html

Publikationen:
Franz Hörmann, „Zur Untauglichkeit der Barwertmethode im Rahmen bilanzieller Bewertung“, in „ecoloex“ Nr. 07/2010, S 701-703, gemeinsam mit ao.Univ.-Prof. Dr. Herbert Haeseler

Franz Hörmann, „Zur Bankrotterklärung der orthodoxen Unternehmensbewertungslehre“, in „ecoloex“ Nr. 08/2010, S 799-800, gemeinsam mit ao.Univ.-Prof. Dr. Herbert Haeseler

Franz Hörmann, „Von antiquierten Bilanzkennzahlen zu zukunftsträchtigen Kooperationsnetzen“, in „Controlling & Tax Management“, Haeseler/Hörmann

Franz Hörmann „Alternativen zum abgabenfinanzierten Staat“, in „Controlling & Tax Management“, Haeseler/Hörmann

Franz Hörmann, „Fundamente und Bausteine einer neuen Krisenökonomik“, in „Jahrbuch für Controlling und Rechnungswesen 2011“, Univ.-Prof. Dr. Gerhard Seicht (Hrsg.)

Bezugsquelle sämtlicher o. g. Publikationen zum Download als pdf:
http://www.franzhoermann.com/publikationen/index.html

Quelle: querdenken tv

Kommentar: Absolut sehenswert!


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 02.01.2017 17:27 | nach oben springen


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