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Der "Giftgasangriff", der wohl keiner war

in Aus der Welt der Wissenschaft 27.06.2017 08:49
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Der "Giftgasangriff", der wohl keiner war

NDS 26. Juni 2017

Seymour Hersh zu Assads angeblichem Giftgasangriff und Trumps angeblichem
Vergeltungsschlag

Der große alte Mann des investigativen politischen Journalismus hat wieder
zugeschlagen.


Von Jens Berger

Seymour Hersh

Auszug:

Der große alte Mann des investigativen politischen Journalismus hat wieder
zugeschlagen. Seymour Hershs Artikel " Trump´s Red Line
<https://www.welt.de/politik/ausland/article165905578/Trump-s-Red-Line.html>
" befasst sich mit dem angeblichen Giftgasangriff von Khan Scheikoun am 4. April
2017 und dem drei Tage später folgenden Luftangriff der USA auf einen syrischen
Militärflugplatz.

Laut Hersh, der sich wie gewohnt auf hochrangige Quellen im US-Sicherheitsapparat
bezieht, gab es nie einen Giftgasangriff. Syriens Luftwaffe habe vielmehr ein
hochrangiges Treffen von Kommandeuren islamistischer Gruppierungen mit einer
konventionellen Bombe angegriffen.

Die "Vergeltung" der USA war demzufolge vor allem eine persönliche Entscheidung
Trumps, bei der Militärberater das Schlimmste gerade noch verhindern konnten.


Sehr interessant ist auch, dass Hershs jüngster Artikel exklusiv in der WELT am
Sonntag erschienen ist. Sein alter Partner London Review of Books hat offenbar
Angst, als prorussisch und prosyrisch zu gelten.


Da muss man ausnahmsweise auch mal den Hut vor WELT-Herausgeber Stefan Aust
ziehen, der dieses brisante Stück publizierte.


Nun ist Trump einer von uns!

Zugegeben - je mehr man über die Vorgänge erfährt, desto skurriler wird die
ganze Geschichte.

Vor allem sollte man dabei im Hinterkopf behalten, dass der US-Vergeltungsschlag
im Westen als die eigentliche Amtseinführung des neuen US-Präsidenten gewertet
wurde.

Schaut her, auch Trump führt Kriege! Nun ist er einer von uns - ein "ganz
normaler" US-Präsident.


Die Lektion aus dem Vorfall lässt jedoch Schlimmes erwarten.

Wenn es den Islamisten mit Hilfe gelungener PR-Arbeit gelungen ist, Trump einmal
in die "Rote-Linie-Falle" laufen gelassen zu haben, werden sie dies auch noch
weitere Male probieren. Und dann kann Trump nicht mehr hinter seine eigene
Doktrin zurück - er muss wieder Vergeltung üben und diese Vergeltung muss noch
deutlicher ausfallen.

So will es die Macho-Logik, der sich ein Trump allem Anschein nach unterworfen
hat. Diesmal konnten ihn seine Berater noch davon abhalten, russische Militärs
zu bombardieren und so eine internationale Krise auszulösen. Wird ihnen das
beim nächsten Mal auch noch gelingen?

Auch die Bewertung des Giftgasangriffs als vermeintliche False-Flag-Aktion ist
beunruhigend, zeigt sie doch, wie leicht es ist, eine willfährige Mehrheit der
Medien ohne echte Belege hinters Licht zu führen.


Qualitätskontrollen scheint es keine mehr zu geben, wenn quotenstarke Bilder von
toten Kindern angeboten werden. Bleibt abzuwarten, ob die WELT selbst ihre
Schlüsse aus diesem ungewöhnlichen Gastartikel zieht.


Mehr auf: http://www.nachdenkseiten.de/?p=38923#more-38923
<http://www.nachdenkseiten.de/?p=38923#more-38923>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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