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#1

Schach-Kandidatenturnier 2018

in Aus der Welt der Wissenschaft 09.03.2018 13:31
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Süddeutsche Zeitung
Schach-Kandidatenturnier 2018
Wer darf Magnus Carlsen herausfordern?
Erklärt von Schach-Experte Stefan Kindermann
http://www.sueddeutsche.de/sport/world-c...rdern-1.3897328
Beim Kandidatenturnier in Berlin kämpfen acht Schachspieler der Weltspitze um die Qualifikation für die WM. Unser Experte hat zwei Favoriten, die das Brett zum Explodieren bringen könnten.

Alle Videoanalysen zur vergangenen Schach-WM finden Sie hier.
http://www.sueddeutsche.de/thema/Schach-Video

Stefan Kindermann ist internationaler Schachgroßmeister, Geschäftsführer der Münchner Schachakademie und Mitbegründer der Münchner Schachstiftung, die benachteiligte Kinder fördert.
https://www.schachstiftung-muenchen.de/
https://www.mucschach.de/

Als Schachprofi war Kindermann neunfacher Deutscher Mannschaftsmeister und hat an acht Schacholympiaden sowie einer Weltmeisterschaft teilgenommen. Mit Robert von Weizsäcker hat er aus den Erfolgsstrategien der Schachgroßmeister das Strategiemodell Königsplan entwickelt und vermittelt dieses Konzept an Führungskräfte in Form von Vorträgen und Seminaren. Seit 25 Jahren schreibt Kindermann eine Kolumne in der SZ - natürlich über Schach.

Quelle: SZ

Anmerkung:
Guter Vortrag
Allerdings muss ich die Videoaufname des Analysebretts bemängeln. Da gehen die schönen Mattkombination verloren.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 09.03.2018 13:42 | nach oben springen

#2

RE: Schach-Kandidatenturnier 2018

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.03.2018 08:45
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Schach-Kandidatenturnier in Berlin
Die Partien zum Nachspielen
Wer wird Herausforderer von Magnus Carlsen? Die ersten Duelle beim Schach-Kandidatenturnier sind absolviert. Jetzt sind Sie an der Reihe: Spielen Sie die Partien der Auftaktrunde nach - Zug um Zug.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1196937.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

Schach-Kandidatenturnier 11. März 2018 von Stefan Löffler

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.03.2018 22:35
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Spülwasser bitte!
11. März 2018 von Stefan Löffler |
Was für ein abgefahrener Beginn!
Der Turniersaal im Kühlhaus ist eine Wucht. Mittendrin dicke Wände. Jedes Brett hat beim WM-Kandidatenturnier seinen eigenen Sektor. Vier Sektoren, dazwischen eine Mauer, welch eine Hommage ans geteilte Berlin. Auf dem Klo der Spieler gab es kein Spülwasser. Kommt morgen. Das Lärmproblem kriegen wir auch noch in den Griff. Die Zuschauer quatschten zu viel. Aber wie sollten sie sich auch beherrschen, wenn so aufregendes Schach geboten wird.
Die Partie, die am wildesten begann, wurde als einzige remis. Alle anderen Partien hatten einen Sieger. Die ersten zwei Opfer waren die eigenen Landsleute, das dritte Opfer ein guter Freund. So kann es gehen, man erwartet vorsichtiges Einspielen, und dann wird sechseinhalb Stunden lang gekämpft. Da machte sich bemerkbar, dass es im Kühlhaus zwar Cocktails für die VIPs gab, aber für die Normalsterblichen weder Sandwiches noch Kuchen, und die Kaffeemaschine schon am Nachmittag in Streik trat.

http://blogs.faz.net/schachblog/2018/03/...ser-bitte-1180/
https://chess24.com/en/watch/live-tourna...ates-2018/1/1/1

Quelle: faz


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 11.03.2018 22:38 | nach oben springen

#4

Daniel King Candidates Berlin 12.3.2018

in Aus der Welt der Wissenschaft 12.03.2018 19:59
von franzpeter | 9.156 Beiträge

http://www.spiegel.de/video/daniel-king-...o-99014809.html

Daniel King Candidates Berlin 2018
Grischuk schlägt zurück
12.03.2018 - Im Duell gegen den Amerikaner Wesley So, der wie Grischuk in der ersten Runde eine Niederlage hinnehmen musste, behauptete sich der Russe und konnte mit einem offensiven Turmmanöver seinen ersten Sieg einleiten. An welchen Stellen die Partie entschieden wurde, zeigt Ihnen Großmeister Daniel King.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#5

Und Aronjan trat auf die Mine 13.3.18

in Aus der Welt der Wissenschaft 13.03.2018 07:50
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Und Aronjan trat auf die Mine
12. März 2018 von Stefan Löffler |Wenige Eröffnungen sind so verrufen wie die Berliner Variante der Spanischen Verteidigung. Seitdem Wladimir Kramnik damit im Jahr 2000 Garri Kasparow ausbremste, haben sie unzählige Spieler mit Schwarz verwendet, um Beton anzurühren. Am zweiten Spieltag des Kandidatenturniers hat sich Kramnik selbst als Weißer gegen Sergei Karjakin die Zähne daran ausgebissen. Am dritten Spieltag konnte der Exweltmeister sie mit Schwarz gegen Lewon Aronjan anbringen. Das war eine Überraschung, eröffnet der Armenier doch nur sehr selten mit 1. e2-e4. Kramnik konnte einen lange gehütete Neuerung anbringen, die einen spektakulären Sieg für ihn einleitete.

http://blogs.faz.net/schachblog/2018/03/...-die-mine-1198/


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 13.03.2018 07:52 | nach oben springen

#6

Daniel King - Wie Kramnik sich nach oben trickst

in Aus der Welt der Wissenschaft 13.03.2018 15:18
von franzpeter | 9.156 Beiträge

http://www.spiegel.de/video/wladimir-kra...o-99015589.html

Schach-Kandidatenturnier
Wie Kramnik sich nach oben trickst
13.03.2018 - Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik ist nach seinem überzeugenden Sieg nach 27 Zügen gegen Lewon Aronjan der Favorit auf den Gesamtsieg beim Kandidatenturner in Berlin. Mit seinem Lieblingssystem der Berliner Variante ließ er Aronjan keine Chance, wie Daniel King in der Videoanalyse meint.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#7

Warum gibt es keine Top-Spieler aus Deutschland?

in Aus der Welt der Wissenschaft 13.03.2018 20:04
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Schach
Warum gibt es keine Top-Spieler aus Deutschland?
Das Kandidatenturnier versammelt die weltweite Schach-Elite in Berlin-Kreuzberg. Doch unter den möglichen Herausforderern von Magnus Carlsen ist kein einziger Deutscher. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Von Christian Gödecke



http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1197877.html

Das Kühlhaus in Berlin Kreuzberg hat es nicht leicht in diesen Tagen, denn es muss gleich zwei Botschaften transportieren. In dem roten Fabriketagenbau im Herzen der Hauptstadt findet derzeit das Kandidatenturnier für die Schach-WM statt, und nach dem Willen des Veranstalters World Chess soll das Kühlhaus sowohl für Berlins geschichtliche Größe stehen als auch für, nun ja: Kälte.


Hier, in unmittelbarer Nachbarschaft des Technikmuseums, war Anfang des 20. Jahrhunderts nämlich die größte Eisfabrik Europas beheimatet, was sich knapp 120 Jahre später als glückliche Fügung erweist, wo doch Schachspieler laut World-Chess-Pressemitteilung "cold minded", kühl-berechnend sind. Plötzlich kann man sich keinen besseren Ort mehr vorstellen für ein Schachturnier als diesen. Und keine bessere Stadt.



Getty Images

Berlin ist die zweite Message der Veranstalter. Sie haben die Kapitale kurzerhand für die nächsten drei Wochen zur Schach-Hauptstadt der Welt erklärt. Und tatsächlich: Berlin hatte schon immer eine große Anziehungskraft auf Schachprofis. Der ehemalige Weltmeister Wladimir Kramnik fühlt sich in Berlin zu Hause. Lewon Aronjan, der geniale Armenier, war es sogar lange; Eltern und Schwester leben immer noch in der Stadt. "Ich komme immer wieder gern hierher", sagt er.
Die Glanzzeit des deutschen Schachs ist längst vorbei
Aronjan, mit einem Punkt aus drei Partien ins Kandidatenturnier gestartet, schätzt Berlin auch wegen der Schachgeschichte. "Einige der größten Schachspieler der Geschichte haben hier gelebt", erzählt der 35-Jährige, "natürlich auch Emanuel Lasker". Im Kühlhaus erinnert eine Ausstellung an den Mann, der vor 150 Jahren geboren wurde und 1894 gegen den Austro-Amerikaner Wilhelm Steinitz erster Deutscher Weltmeister im Schach wurde.

Nur: Laskers Ruhm ist so alt wie der des Kühlhauses und wie die Schach-Glorie Berlins. Die Glanzzeit Berlins ist längst vorbei und Lasker ist bis heute der einzige deutsche Weltmeister geblieben. Auch unter den WM-Kandidaten in diesem Jahr ist kein einziger Deutscher zu finden. Hier im Kühlhaus kann man einige Männer treffen, die die Gründe dafür zu kennen glauben. Und andere, die daran etwas ändern wollen.
Lewon Aronjan ist früh dran. Das Gespräch ist für 14.40 Uhr vereinbart, aber plötzlich steht er kurz vor zwei mit einem Lächeln da und sagt, er wäre dann schon bereit. Überraschungen kann er, der Armenier gilt auch am Schachbrett als kreativer Kopf, der seine Gegner gern vor Rätsel stellt. Ihm werden deshalb in einem WM-Kampf gegen Magnus Carlsen die besten Chancen aller acht WM-Kandidaten eingeräumt.

Man kann mit dem Profi gut über das deutsche Schach sprechen. Er spielt für Baden-Baden in der Bundesliga, lebte zehn Jahre in Berlin und war für ein halbes Jahr sogar mal für den deutschen Schachbund aktiv. Aronian nennt Schach in Deutschland "speziell", es interessierten sich hierzulande sehr viele Menschen für den Sport, es gebe die große Geschichte - aber eben auch die sinkende Bedeutung. "Schach ist nicht mehr so groß wie früher, und dafür gibt es Gründe", sagt Aronian. Welche?

"In Deutschland, wo man einen sicheren Job haben kann mit sicherem Einkommen, ist der Beruf des Schachspielers ein großes Abenteuer. Es gibt auch hier große Talente, aber sie kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie sich entscheiden müssen. Gehen sie auf ein Abenteuer oder den sicheren Weg? Klar, sie könnten auch beim Abenteuer Erfolg haben, aber das wäre nicht rational. Und die Deutschen gelten nun mal als rationale Menschen.
"
Der Deutsche Schachbund hat 90.000 Mitglieder in 5700 Vereinen. Talente gibt es zwar einige in der Nische, Perspektiven aber wenige. Nur die besten zwanzig Spieler der Welt könnten laut Aronjan überhaupt von Schach leben. Der armenische Großmeister fordert deshalb vom Weltverband Fide: Macht das Spiel bekannter und sorgt durch höhere Preisgelder dafür, dass deutlich mehr als zwei Dutzend Profis ihren Lebensunterhalt mit dem Sport bestreiten könnten. "Das würde die Perspektive Schachprofi deutlich attraktiver machen", sagt Aronian. Und mittelfristig die Chancen erhöhen, dass Deutsche wieder in der obersten Liga mitmischen.
"Wir kochen unser eigenes Süppchen"
Auch Ullrich Krause würde es derzeit "guten Gewissens keinem deutschen Talent empfehlen, Schachprofi zu werden". Krause, ein immer freundlicher runder Mann mit Anzug und Krawatte, ist seit knapp einem Jahr Präsident des Deutschen Schachbundes. Er weiß natürlich, wie es um seinen Sport bestellt ist. Im Gegensatz zu Ländern wie Armenien sieht er in Deutschland für Schach keinen ausreichend hohen Stellenwert. "Schach verkauft sich einfach zu schlecht, und wir kochen unser eigenes Süppchen", sagt Krause. Als Beispiel nennt er die Webseite des Verbandes, die sei zwar gerade neu aufgesetzt worden, hätte aber immer noch das gleiche Problem: "Das, worüber wir berichten, interessiert nur die Schachspieler. Aber damit gewinnen wir niemand Neues für Schach." Helfen soll unter anderem eine Social-Media-Kampagne.

Krause hofft auch auf einen Schub durch das Kandidatenturnier, er will Mitgliederwachstum, aber wie genau das erfolgen soll? Es gebe in Berlin gerade Familienturniere, Seniorenturniere, auch Schachboxen könne man sehen, erzählt Krause, und man merkt ihm an, wie sehr er will, dass es funktioniert. Es gibt aber schon jetzt gute Nachrichten. 15 Jahre lang seien die Mitgliederzahlen geschrumpft, 2018 gab es laut Krause erstmals wieder einen Zuwachs: 750 Neue. Woher die Zahlen kommen? Er führt sie auf die starke Jugendarbeit des Vereins Kinderschach in Deutschland zurück, der vor allem in Sachsen und Sachen-Anhalt aktiv ist und neuerdings auch in Schleswig-Holstein. Aber genau weiß man das nicht.
Der Talentspäher aus Russland
Was Ullrich Krause ganz sicher weiß, ist, was in Norwegen passiert ist. Dort löste das Genie Magnus Carlsen einen Schach-Boom aus, der bis heute anhält. Einen "einmaligen Glücksfall" nennt Krause Carlsen. Aber einen, der auch in Deutschland passieren könne, wenn der eine Spieler auftauche, "der das Gen hat". Einstweilen hilft also erstmal nur Warten. Oder auf Artur Jussupow hoffen.
Jussupow sitzt am ersten Turniertag in einem Raum des Kühlhauses voller Tische mit Schachbrettern, an der Wand Monitore mit den vier Partien der Kandidaten. Vor Jussupow mit seinem Karl-Marx-Bart diskutieren vier Kinder aufgeregt die nächsten Züge der Profis. Jussupow hört geduldig zu, bestärkt oder korrigiert. Ansonsten lächelt er milde. Jussupow, gebürtig in der Sowjetunion, war in den Achtzigern einer der fünf besten Spieler der Welt. Nachdem er in Moskau überfallen und lebensgefährlich verletzt worden war, emigrierte er 1990 nach Deutschland. Heute arbeitet der 58-Jährige an der Zukunft des deutschen Schachs. Und vielleicht sitzt sie in diesem Moment sogar vor ihm.

Artur Jussupow glaubt, dass man nicht früh genug beginnen kann mit dem Schachspielen. Und deshalb hat er vor einem Jahr mit seiner Frau eine Schachschule gegründet und mit zehn Kindern angefangen. Sein Ziel: Eines dieser Talente soll in Zukunft mit dem zehnten Lebensjahr eine Deutsche Wertungszahl (DWZ) von 2000 schaffen. Das Ziel ist eigentlich wahnsinnig, Jussupow nennt es "frech" und "schwierig" zugleich, aber er ist sicher: Nur so besteht die Chance, irgendwann einen konkurrenzfähigen Herausforderer aus Deutschland aufzubauen. Zur Einordnung: Selbst der 13-jährige Vincent Keymer, dem Garri Kasparow einmal den Sprung in die Weltspitze zutraut, hatte die 2000 DWZ mit zehn Jahren noch nicht erreicht.

Jussupows Talente, allesamt zwischen sieben und neun Jahren alt, haben auch am Rande ihres Turnierbesuchs täglich zwei Stunden trainiert. Ihre Ambitionen seien oft noch die Ambitionen der Eltern, sagt der Lehrer, "sie können noch keine großen Ziele formulieren, aber alle wollen spielen, gewinnen und besser werden. Das ist wichtig". Und ganz offensichtlich haben sie Spaß. Nikolai Nitsche, eines der Talente, durfte zuletzt sogar gegen Carlsen spielen. Danach nahm sich der Weltmeister noch zehn Minuten zum gemeinsamen Analysieren. Sowas bleibt hängen.

"Die ganze Welt fängt immer früher mit dem Schachspielen an, nur wir in Deutschland nicht. Diesen Nachteil kann man vielleicht nie wieder aufholen", sagt der Talentesucher. Er sieht sich als Begleiter; als Erfolg geht für ihn auch schon durch, wenn aus den schachspielenden Kindern schachspielende Jugendliche mit guten Ausbildungen werden. Im nächsten Jahr will Artur Jussupow noch mehr Kinder aufnehmen, noch jüngere, Fünfjährige, Sechsjährige. Einige aus der aktuellen Trainingsgruppe werden dann schon zu alt sein.
Quelle: s.o.

Anmerkung:
Ich erinnere mich, dass in meinem ehemaligen Schachklub KKS (http://www.kks1967.de/) nach dem Wettkampf Bobby Fischer gegen Boris Spasski
(1972) eine große Begeisterung entstand, was sich in vermehrten Mitgliederzahlen aus jungen Spielern äußerte.

Zitat
Artur Jussupow glaubt, [u]dass man nicht früh genug beginnen kann mit dem Schachspielen


Wenn es ein verwandtes typisches Beispiel gibt, dann sind es japanische Go Meister.

Sie werden von frühester Kindheit an trainiert und daher haben westliche Go Spieler keine Chance gegen sie.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 13.03.2018 20:07 | nach oben springen

#8

Schach-Kandidatenturnier

in Aus der Welt der Wissenschaft 13.03.2018 20:18
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Schach-Kandidatenturnier
http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1197778.html

Sieg nach 27 Zügen: Wladimir Kramnik hat am dritten Tag des Schach-Kandidatenturniers in Berlin einen überzeugenden Erfolg gegen Lewon Aronjan gefeiert. Der 42 Jahre alte Russe führt das Teilnehmerfeld mit acht Großmeistern mit nun 2,5 Punkten an. Der Sieger des Wettbewerbs trifft im November auf Weltmeister Magnus Carlsen.
Die Partie zwischen Sergej Karjakin und Alexander Grischuk endete mit einem Remis (1/2-1/2). Auch im Duell zwischen Wesley So und Ding Liren gab es keinen Sieger (1/2-1/2).
Sie haben die Duelle verpasst? Kein Problem: Bei SPIEGEL ONLINE haben Sie die Möglichkeit, die Partien des Kandidatenturniers Zug um Zug nachzuspielen. So geht es: Klicken Sie sich mit den Pfeiltasten unter dem Schachbrett bequem durch die einzelnen Phasen der Partie. Sie wollen mehr über Taktikten im Schach erfahren? Bitte hier entlang.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/uebung...-a-1150493.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#9

„Manche Stellungen spielt er wie Gott“ - Von Stefan Löffler , Berlin 14.03.18

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.03.2018 16:21
von franzpeter | 9.156 Beiträge

„Manche Stellungen spielt er wie Gott“
Von Stefan Löffler , Berlin
-Aktualisiert am 14.03.2018-12:51

http://www.faz.net/aktuell/sport/mehr-sp...n-15492523.html

2007 verlor Wladimir Kramnik seinen WM-Titel im Schach. Seitdem hat sich einiges getan im Leben des Russen. Nun winkt ihm ein lukrativer Kampf gegen Weltmeister Magnus Carlsen.

Welch ein Start für Wladimir Kramnik. Nach drei Spieltagen führt der frühere Weltmeister das Kandidatenturnier allein an. Alexander Grischtschuk lockte er erfolgreich in Zeitnot. Gegen Lewon Aronjan brach er schon im siebten Zug einen verblüffenden Königsangriff los und zwang den Mitfavoriten mit mehreren Opfern ins Schachmatt. Nur Sergei Karjakin ist ihm durch akribische Zähigkeit in ein Remis entkommen. Auf den momentan zweitplazierten Fabiano Caruana trifft Kramnik an diesem Mittwoch mit Weiß. Der früher aus solider Defensive agierende Hauptvariantenspieler hat sich in den vergangenen Jahren als Angreifer, der früh neue Wege einschlägt, neu erfunden.
Sein prägender Einfluss auf das heutige Schach spiegelt sich in den Einschätzungen seiner Kollegen wider. „Wlad ist wahrscheinlich der Spieler, der Schach am besten versteht“, schwärmt Maxime Vachier-Lagrave. Artur Jussupow findet: „Manche Stellungen spielt er wie Gott.“ Der frühere Weltmeister Garri Kasparow hat seinem Nachfolger bescheinigt, „andere machen Züge, Kramnik spielt Schach.“ Peter Leko hat „das Gefühl, dass er der aktuellen Theorie immer um ein paar Jahre voraus ist“. Mit dem unglaublichen Seitenschritt seines Turms im siebten Zug gegen Aronjan hat Kramnik das bestätigt.

Kreativität und Disziplin gehen bei dem heute 42 Jahre alten Russen einher. Dabei galt er zu Beginn seiner Karriere als schlampiges Genie. Angesichts seiner schlechten Ernährung, mangelnder Motivation und durchzechter Nächte fürchteten Freunde, dass er sein Talent wegwerfe. Die Chance auf einen WM-Kampf gegen Kasparow wirkte Wunder: Kramnik begann Sport zu treiben, schränkte das Rauchen ein und erarbeitete sich ein Repertoire, an dem sich Kasparow die Zähne ausbeißen sollte. Doch Fleiß ist keine Erfolgsgarantie.
Als er 2007 in Mexiko-Stadt seinen Weltmeistertitel abtreten musste, passte zwar seine Vorbereitung, aber er nutzte seine Chancen nicht. Vor und während des WM-Kampfes 2008 in Bonn gegen Vishy Anand wollte er alles besonders gut machen. In der Wahl seiner Eröffnungen lag er allerdings komplett daneben. Kramnik ignorierte das mit seinem Team erstellte Profil seines WM-Gegners und hörte sich vor seiner entscheidenden Weiß-Niederlage nicht einmal an, was seine Sekundanten in der Variante, die aufs Brett kam, analysiert hatten. So schildert es sein damaliger Manager Carsten Hensel in „Wladimir Kramnik – Aus dem Leben eines Schachgenies“.
Kandidatenturnier zu Schach-WM
:

Mit dem Verlust des WM-Titels sei eine Last von Kramnik abgefallen. Seitdem gehe er glücklicher durchs Leben. Damals gab es laut Hensel lukrative Jobangebote aus der Wirtschaft. Doch Kramnik blieb Schachprofi und genießt das Familienleben mit seiner Frau, einer französischen Journalistin, und zwei Kindern in Genf.

Seine Weltmeisterjahre waren dagegen überschattet von schachpolitischen Intrigen, von einem Skandalmatch gegen Wesselin Topalow unter gegenseitigen Betrugsvorwürfen und von einer verschleppten rheumatischen Erkrankung. Während seines Titelkampfes 2004 gegen Leko sei Kramnik zusammengebrochen und habe das Match fast abbrechen müssen. Erst mehr als ein Jahr später konnte er zu einer halbjährigen Turnierpause überredet werden, um seine Medikation einzustellen.
Bobby Fischer habe Kramnik einen Schaukampf vorgeschlagen, aber die Verhandlungen platzen lassen. Der Sponsor seines Bundesligateams habe ihn um Hunderttausende betrogen. Arm wurde er freilich nicht, selbst falls Hensels Schätzung, Kramnik habe 15 bis 20 Millionen mit Schach verdient, zu hoch ausgefallen wäre. Zumal wenn er die nächsten zwei Wochen im Berliner Kühlhaus weiter so aufspielt. Dann winkt Kramnik im November in London ein lukrativer WM-Kampf gegen Magnus Carlsen.

Quelle: F.A.Z.

Anmerkung:

Zitat
„Manche Stellungen spielt er wie Gott“



Da gab es doch - richtig - den alten Steinitz, (ich kann Gott einen Bauern vorgeben, soll er gesagt haben) gegen den jungen Lasker hat der alte Mann dann verloren. Gottes Rache? (Aber vermutlich bestand die Rache darin, dass Lasker keinen Revanchekampf mit Steinitz zuließ, der Schlaukopf.)


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 14.03.2018 16:41 | nach oben springen

#10

Kandidatenturnier Berlin

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.03.2018 16:54
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Kandidatenturnier Berlin: Kramnik prescht nach vorne
von André Schulz
12.03.2018 – Der Sieger der 3. Runde des Kandidatenturniers heißt Vladimir Kramnik. Der 14. Weltmeister entfachte in seiner Partie gegen Levon Aronian einen wuchtigen Angriff. Schon im 27. Zug musste Aronian aufgeben. Die übrigen drei Partien endeten ohne Sieger. Kramnik hat sich damit an die Spitze des Feldes gesetzt.

https://de.chessbase.com/post/kandidaten...scht-nach-vorne

Quelle: Chessbase


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#11

Runde 4: Kramnik verliert gegen Caruana 14.03.18

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.03.2018 22:04
von franzpeter | 9.156 Beiträge

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1196690.html

Georgios Souleidis,
Die 4. Runde war an Dramatik kaum zu überbieten. Neben Kramnik-Caruana war die Partie zwischen Alexander Grischuk und Ding Liren nichts für schwache Nerven. Grischuk opferte im Mittelspiel einen Springer, um den schwarzen König zu entblößen und besaß nach einem Fehler des Chinesen im 22. Zug eine große Gewinnchance. Er ließ sie liegen und konnte am Ende froh sein, dass der Kampf remis endete.

Ein kleines Comeback feierte Levon Aronian, der mit Schwarz Sergey Karjakin besiegte. In einer sehr scharfen Wiener Variante des Damengambits zeigte er sich, im Gegensatz zu seiner Partie gegen Vladimir Kramnik, hervorragend präpariert und ließ Karjakin keine Chance.

Die Partie zwischen Shakhriyar Mamedyarov und Wesley So fand dagegen ein schnelles Ende. Beide Spieler spulten in einer Nimzowitsch-Indischen Partie im Eiltempo ihre Vorbereitung runter und einigten sich nach 31 Zügen auf remis.
21:34 Uhr
14. März 2018

GM Georgios Souleidis:
Was für ein Fight. Die Partie begann mit einer ruhigen Variante der Russischen Verteidigung sehr verhalten und niemand hätte gedacht, dass sich so eine dramatische Partie entwickeln würde. Kramnik goß ab dem 20. Zug mächtig Öl ins Feuer und plötzlich entstand das totale Chaos auf dem Brett. Caruana hatte einen gefährlichen Freibauern auf g2 und Kramnik musste eine Figur opfern, um ihn aufzuhalten.

Caruana war aber in Zeitnot und konnte seine Gewinnchancen nicht nutzen. Stattdessen aktivierte Kramnik den Rest seiner Kräfte und hatte plötzlich selbst einige gefährliche Freibauern. Caruana agierte weiter unpräzise und die Partie drehte sich zugunsten von Kramnik, obwohl er eine Figur weniger hatte. Vor der zweiten Zeitkontrolle im 60. Zug gerieten beide Spieler wieder in Zeitnot. Es sah so aus, als ob Kramnik das gegenseitige Bauernrennen gewinnen würde, doch er übersah im 47. Zug einen überraschenden Läuferzug Caruanas, der aus dem Nichts Matt drohte.

Das Blatt wendete sich wieder. Mit sehr wenig Zeit stellte Kramnik die Partie im 59. Zug ein. Er stellte einen seiner Türme auf ein unglückliches Feld. Caruana gewann diesen Turm und besaß durch seinen entfernten Freibauern auf der h-Linie einen riesigen Trumpf, der die Partie entschied.
Quelle: spiegel online


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#12

Kandidatenturnier Berlin: Caruana und Aronian punkten

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.03.2018 22:11
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Kandidatenturnier Berlin: Caruana und Aronian punkten
14.03.2018 – Auch die vierte Runde des Kandidatenturniers in Berlin brachte Dramatik. Kramnik verpasste eine gute Chance gegen Caruana und verlor am Ende, Grischuk verpasste eine Chance gegen Ding Liren und spielte Remis. Aronian gewann mit Schwarz und guter Vorbereitung gegen Karjakin - Mamedyarov und So trennten sich unspektakulär Remis. Damit liegt Caruana jetzt mit 3,0/4 alleine in Führung.

https://de.chessbase.com/

Quelle: Chessbase


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#13

Die Partien der vierten Runde zum Nachspielen 15.3.18

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.03.2018 12:55
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Schach-Kandidatenturnier in Berlin
Die Partien der vierten Runde zum Nachspielen
Beim Kandidatenturnier in Berlin wird der Herausforderer von Schachweltmeister Carlsen gesucht. Fabiano Caruana hat vorerst die Führung übernommen. Spielen Sie sein Duell und die weiteren Partien nach - Zug um Zug.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1198010.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#14

Mensch, Kramnik! 15.3.18 von Stefan Löffler

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.03.2018 13:08
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Mensch Kramnik!
15. März 2018 von Stefan Löffler | 0 Lesermeinungen
Da hat er die ersten drei Runden wie Gott gespielt, so ungefähr stand das jedenfalls am Mittwoch in der Frankfurter Allgemeinen, und zack, verliert Kramnik auf denkbar blöde Weise. Lang und mutig auf Gewinn gespielt, als der Vorteil weg war die leichten Wege zu einem Vernunftremis ausgelassen, und dann in Zeitnot nach fast sechs Stunden der Blackout. Punkt weg, Führung weg, und vom Götterstatus wollen wir lieber auch nicht mehr reden. Toll gekämpft, aber davon kann er sich jetzt nichts kaufen. Mensch Kramnik!

http://blogs.faz.net/schachblog/2018/03/...h-kramnik-1209/

Quelle: faz


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#15

http://www.spiegel.de/video/schach-kandidatenturnier-2018-Daniel King 15.3.18

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.03.2018 16:36
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Schach-Kandidatenturnier
"Grober Fehler in Zeitnot"
15.03.2018 - Erste Turnierpleite für Wladimir Kramnik: Warum der Ex-Weltmeister die Partie und die Tabellenführung gegen Fabiano Caruana verloren hat, erklärt Schachgroßmeister Daniel King im Video.

http://www.spiegel.de/video/schach-kandi...o-99015643.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#16

So-Kramnik remis 15.3.18

in Aus der Welt der Wissenschaft 15.03.2018 20:18
von franzpeter | 9.156 Beiträge
zuletzt bearbeitet 15.03.2018 20:21 | nach oben springen

#17

Aronian verpasst Sieg 16.03.2018

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.03.2018 13:10
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Kandidatenturnier: Aronian verpasst Sieg
von André Schulz
Gefällt mir! | 1 Kommentare

15.03.2018 – Die 5. Runde des Kandidatenturniers in Berlin brachte die erste vollständige Remisrunde. Die besten Chancen auf ein besseres Ergebnis hatte Levon Aronian. In einer sehr komplizierten Partie verpasste er mehrfach den Sieg gegen Alexander Grischuk. Caruana bleibt in Führung.

Quelle: Chessbase

https://de.chessbase.com/post/kandidaten...n-verpasst-sieg


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 16.03.2018 13:10 | nach oben springen

#18

RE: Aronian verpasst Sieg 16.03.2018

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.03.2018 18:01
von franzpeter | 9.156 Beiträge

https://de.chessbase.com/post/tv-chessba...-vlastimil-hort

16.03.2018 – Vlastimil Hort ist heute zu Gast bei TV ChessBase und will über die Partien des Kandidatenturniers in Berlin plaudern. Live im Browser ab 17 Uhr. Oder auf Playchess.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 16.03.2018 18:01 | nach oben springen

#19

Mamedjarov liegt er nunmehr nach dem Sieg über Kramnikmit + 2 gemeinsam mit Caruana in Front.16.03.2018

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.03.2018 21:43
von franzpeter | 9.156 Beiträge

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1196690.html

Herausforderer für Weltmeister Carlsen gesucht
Wer spielt im November 2018 in London gegen Magnus Carlsen um den WM-Titel? Acht Schachgroßmeister duellieren sich aktuell in Berlin.
Oliver Reeh:
Mamedjarov dagegen ist einer der großen Gewinner des heutigen Spieltags: Nach dem Sieg über Kramnik liegt er nunmehr mit + 2 gemeinsam mit Caruana in Front.

Quelle: spiegel online


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#20

Aronjan packt es nicht

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.03.2018 21:55
von franzpeter | 9.156 Beiträge

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Aronjan packt es nicht
16. März 2018 von Stefan Löffler
Gegner überspielt, Gegner in Zeitnot gebracht, mehrere Gewinnwege zur Verfügung, doch am Ende musste Lewon Aronjan sogar noch kämpfen, um wenigstens ein Remis zu bekommen. Der Armenier konnte einem leidtun. Allerdings fand auch sein Gegner Alexander Grischtschuk einige brilliante Züge. Während die anderen Partien der fünften Runde des Kandidatenturniers ohne besondere Ereignisse zu Punkteteilungen führten, produzierten diese beiden eine wildromantische Partie, in der manche Maxime gesunden Spiels außer Kraft gesetzt schien. Einige im Publikum staunten nicht schlecht, dass man auch so Schach auf höchstem Niveau spielen kann.

http://blogs.faz.net/schachblog/2018/03/...-es-nicht-1220/

Quelle: FAZ


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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