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Die Fremdbestimmung durch ein mafiaähnliches Geflecht von Geheimdiensten, .....

in Aus der Welt der Wissenschaft 18.07.2018 13:42
von franzpeter | 9.685 Beiträge

Die Fremdbestimmung durch ein mafiaähnliches Geflecht von Geheimdiensten,
Rüstungswirtschaft, Finanzwirtschaft und Medienkonzernen.



NDS 18. Juli 2018

Wir brauchen eine wache Öffentlichkeit jenseits der Medien

Bitte beteiligen Sie sich an der notwendigen Aufklärung über den Zustand
unserer Medien. Das ist kriegsentscheidend, so könnte man ohne Übertreibung
sagen.

Albrecht Müller

Wir brauchen eine wache Öffentlichkeit jenseits der Medien. Denn unsere Medien
treiben uns jetzt nahezu ausnahmslos in die Konfrontation zwischen Ost und West.


Gestern haben die NachDenkSeiten in diesem Beitrag von Jens Berger
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=45001> belegt, wie unsachlich
der Gipfel von Helsinki und damit die Gespräche zwischen dem russischen und dem
US-amerikanischen Präsidenten kommentiert werden.

Sachlich berichtet wird nicht. Es wird aggressiv kommentiert.

Bitte geben Sie diesen aufklärenden Beitrag und auch diesen neuen Artikel per
E-Mail oder gedruckt weiter an Ihre Freunde, Familien und Bekannten.

Das ist wichtig. Wir Bürgerinnen und Bürger müssen den Medien die Entscheidung
darüber, was in unserem Land mehrheitlich gedacht wird und dann auch letztlich
die Politik bestimmt, aus der Hand nehmen.


Von diesem wünschenswerten Zustand sind wir weit entfernt. Noch glauben viel zu
viele Menschen ihrer Bild-Zeitung, dem Spiegel, der Süddeutschen Zeitung, der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Welt, der Tagesschau und heute und
Heutejournal vom ZDF, und auch den kommerziellen Sendern.

Die wirklich gleichgeschaltete Berichterstattung und Kommentierung des Gipfels
von Helsinki sollten wir als Beispiel und als Beleg dafür verwenden, um immer
mehr Menschen davon zu überzeugen, dass unsere etablierten Medien auf dem
falschen Weg sind, weg von Aufklärung, hin zur Dauermanipulation. Und das alles
immer verbunden mit dem Anspruch, die aufklärenden, die Wahrheit verbreitenden
Medien zu sein.

Dieser Anspruch wird zunehmend in Zweifel gezogen. Das ist unser
Hoffnungsschimmer

An wenigen Beispielen will ich zeigen,
A. mit welchen Manipulationsmethoden auch
jetzt wieder gearbeitet wird, und ich möchte
B. auf das immer deutlicher werdende Grundproblem des Westens hinweisen: die Fremdbestimmung durch ein
mafiaähnliches Geflecht von Geheimdiensten, Rüstungswirtschaft,
Finanzwirtschaft und Medienkonzernen.


A. Zu einigen der angewandten Methoden der Manipulation:


1. Möglichst totale Gleichschaltung

Beispielhaft: Der Aufmacher-Artikel in meiner Regionalzeitung von gestern mit dem
Titel „Empörung in den USA über Trumps Bemerkungen bei Gipfel mit Putin war
nahezu identisch mit dem, was die "Tagesschau" gebracht hatte. Beide haben den
Text wesentlich von den Nachrichtenagenturen dpa und afp übernommen. Diese
Agenturen sind offensichtlich in den Händen der transatlantischen Meinungsmacher
und die Personalbesetzung in den einzelnen Medien ist inzwischen so hingetrimmt,
dass die Gleichschaltung gelingt. Anders ist das einheitlich düstere Bild der
Medien vom Helsinki Gipfel nicht zu erklären. Dahinter steckt vermutlich eine
langfristig angelegte Personalplanung und Personalbeeinflussung.


2. Haltet den Dieb

Die USA und einzelne Gruppen und Organisationen und Personen mischen sich
unentwegt in die inneren Angelegenheiten anderer Völker ein. Sie haben zum
Beispiel 1973 in Chile den Putsch gegen den linken Demokraten Allende massiv
unterstützt, sie haben 5 Milliarden (!) $ zur Beeinflussung der Menschen in der
Ukraine ausgegeben. Sie haben nachweisbar bei der Präsidentenwahl in Russland im
Jahre 1996 den wieder kandidierenden Boris Jelzin vor der Niederlage bewahrt.

Siehe hier:

Propaganda: "Eine verdammte Lüge" - DER SPIEGEL 29/1996
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8947088.html
DER SPIEGEL 15.07.1996 Für den ganzen Wahlkampf gaben Jelzins Leute
schätzungsweise eine halbe Milliarde aus, wovon 100 Millionen Dollar private
Sponsoren ...


Die USA haben in den Neunziger Jahren über einen Stab von sogenannten
Wissenschaftlern und Lobbyisten direkt in die Innenpolitik Russlands
hineinregiert.

Naomi Klein hat in ihrem Buch "Die Schock-Strategie"
https://www.perlentaucher.de/buch/naomi-...-strategie.html
davon ausführlich und mit Belegen versehen berichtet. Ich verweise auf das
Kapitel 11 mit der Überschrift "Scheiterhaufen einer jungen Demokratie:
Russland wählt die Pinochet-Option" und das Kapitel 12.

Dort wird beschrieben, wie Vertreter der neoliberalen Chicago Schule und ihre
politischen Helfer von Dick Cheney bis Lawrence Summers die wirtschaftspolitische
und gesellschaftspolitische Gestaltung in Russland nach der Wende bestimmen
wollen und dies über weite Strecken auch tun.


Auf den Seiten 352 folgende berichtet die Autorin Naomi Klein von einer Konferenz
in Washington. Dort wurden im Januar 1993 die Spielregeln für die Umgestaltung
in Russland und anderen Ländern festgelegt.


Das war im Kern eine Schock-Strategie zulasten der Mehrheit der Menschen und des
Volksvermögens der betroffenen Länder. Es ging dabei im Kern immer darum, die
Ressourcen und die Vermögen anderer Völker zu privatisieren und sie sich auf
diese Weise unter den Nagel zu reißen.


Jelzin hat das über weite Strecken zugelassen. Putin hat diesen Ausverkauf
gestoppt. Das ist der eigentliche Hintergrund des Hasses auf den jetzigen
Präsidenten Russlands. Dass es dabei um Demokratie und Menschenrechte gehe, ist
vorgetäuscht.


In der Berichterstattung und Kommentierung des Treffens von Helsinki wird die
angebliche Beeinflussung des Wahlergebnisses und anderer innerer Angelegenheiten
in den USA und anderen Ländern zum großen Thema gemacht.

Dabei wird mit der Methode "Haltet den Dieb " vergessen gemacht, dass die USA der
Urvater des Zugriffs auf die inneren Angelegenheiten anderer Völker sind in der
Vergangenheit, wie auch heute.


Was die USA, genauer gesagt: eine Mischung aus Geheimdienstleuten, Senatoren,
Medien und Juristen Russland vorwerfen ist nicht belegt und es wäre zudem,
gemessen an den vielen und massiven Interventionen der USA in anderen Ländern,
eine Kleinigkeit.


Da sollen ein paar Hacker im Auftrag der russischen Regierung unterwegs gewesen
sein und Geheimnisse von Frau Clinton und der Demokratischen Partei
veröffentlicht haben. Selbst wenn das so gewesen wäre, es ist ein harmloser
Versuch. Harmlos deshalb, weil der Zusammenhang zwischen diesen möglichen
Hackerangriffen und dem Wahlergebnis ganz anders als im Falle der Intervention
zugunsten von Jelzin im Jahre 1996 kaum messbar sein dürfte.


Aber diese wichtige Frage nach der Möglichkeit, Wahlverhalten mit solchen
Hackerangriffen zu beeinflussen, wird in der Debatte unserer Medien nicht einmal
gestellt.


Die dort tätigen Menschen sind offenbar so wenig sachkundig, was die
Beeinflussungsmöglichkeit von Wahlentscheidungen betrifft, und so unfähig zur
kritischen Betrachtung
, dass sie solche Behauptungen wie eine Blackbox in ihre
Argumentationsketten einbauen.


3. Übertreibung und Verdächtigung, es wird schon etwas hängen bleiben.

Von der ARD wurde dieser angebliche Einfluss auf die Wahl des jetzigen
amerikanischen Präsidenten am vergangenen Montag benutzt, um den Verdacht zu
streuen, Trump werde von Putin erpresst. Siehe hier
http://www.tagesschau.de/ausland/schalte...-trump-101.html
. Auch das ist eine sehr eingängige Geschichte. Sicherlich wird genau diese
Behauptung bei vielen Menschen hängen bleiben. Sie passt so wunderbar in das
Bild vom bösen Russland und vom bösen Putin.


4. Mit Hilfe der Addition von Un- und Halbwahrheiten lässt man Behauptungen als
wahr erscheinen


Diesen Trick haben wir vor kurzem schon einmal untersucht und beschrieben. Es ist
unwahr, dass Russland die Ukraine-Krise begonnen hat; es ist unwahr, dass
Russland den Syrien Krieg begonnen hat; es ist ausgesprochen ungesichert, dass
Russland die Wahl des jetzigen amerikanischen Präsidenten beeinflusst und
möglich gemacht hat.
Aber in der Addition dieser und anderer Behauptungen
erscheint dann die Summe der Vorwürfe als berechtigt. Ein toller Trick.


B. Das Grundproblem des Westens: Die Macht geht nicht vom Volke aus, sie liegt
erkennbar in den Händen eines Gemischs von großen wirtschaftlichen Interessen
und Geheimdiensten. Es ist ein der Mafia ähnliches Geflecht.

Man muss sich mal die Tatsachen des Gipfels von Helsinki vergegenwärtigen: da
treffen sich die Präsidenten von zwei Atommächten, neben China den mächtigsten
Staaten der Welt. Sie sprechen miteinander, verstehen sich offenbar nicht
schlecht, sprechen offen miteinander und verlautbaren, dass sie sich gut
verstanden haben, dass es aber auch durchaus Differenzen gibt.

Eigentlich hätte man dann in den Heimatsstaaten dieser beiden Präsidenten und
auch bei ihren Verbündeten zumindest leichten Beifall vernehmen müssen. Wie
berichtet ist das Gegenteil eingetreten. Vor allem in den USA ist ein Sturm der
Entrüstung losgebrochen.

Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass in den USA bei der Gestaltung dieser
Reaktion offenbar andere als der jetzige US-Präsident das Sagen haben. Willy
Wimmer schrieb in seinem Beitrag

https://www.nachdenkseiten.de/?p=44967 vom 16. Juli von
"Geteilten Staaten von Amerika" statt von den "Vereinigten Staaten von Amerika".

Diese Formlierung wirkt vielleicht etwas befremdlich, sie ist aber im Kern
richtig. Wir haben auf den NachDenkSeiten schon öfter über diese Verhältnisse
berichtet, insbesondere in Texten von McGovern, einem Kenner der
Geheimdienst-Szene. Hier befinden sich Herrschaftsstrukturen im Unter- und im
Hintergrund, die ein Schlag ins Gesicht jeder Demokratie sind.

Die Macht dieser Mafia ist so groß, dass der US-amerikanische Präsident nach
Rückkehr aus Helsinki zu einer lächerlichen Korrektur seiner
Helsinki-Äußerungen zum Thema Wahlbeeinflussung greifen muss: er habe sich
versprochen.

Zum Schluss noch einmal die Bitte: Verbreiten Sie diese Analysen (siehe oben),
sprechen Sie mit Ihren Freunden, Familien und Bekannten. Wir brauchen dringend
ein Gegengewicht zu Medien, die auf den Hund gekommen sind. Anders kann man das
leider nicht sehen.


Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=45013#more-45013
<https://www.nachdenkseiten.de/?p=45013#more-45013>


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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