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#1

Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 24.08.2020 22:30
von franzpeter | 10.368 Beiträge

Ein Artikel von: Tobias Riegel
Die Aufmerksamkeit für den russischen Politiker Alexej Nawalny ist beachtlich. Gesundheitlich soll ihm hier alles Gute gewünscht werden. Aber im Vergleich zur kalten Missachtung von Julian Assange erscheint der Aufruhr um Nawalny als eine politisch motivierte Farce. Der Fall ist Anlass für massive antirussische Meinungsmache – die Rolle des Moralapostels erscheint bei vielen westlichen Journalisten grotesk. Von Tobias Riegel.

Man wünscht dem ins Koma gefallenen russischen Politiker Alexej Nawalny gesundheitlich alles Gute. Im aktuellen Fall ist er, zusätzlich zu diesen Wünschen, unschuldig an der maßlosen Propaganda, die dieser Tage um seine Person entfacht wird. Auch diese massive Aufmerksamkeit ist für sich genommen noch nicht suspekt. Ebenso kann noch kein Tathergang ausgeschlossen werden, auch nicht der eines Verbrechens. Zur Farce wird der Vorgang aber, wenn er etwa mit der eiskalten Ignoranz verglichen wird, die die nun um Nawalny besorgten Redakteure und Politiker dem Schicksal des in Großbritannien inhaftierten Journalisten und Publizisten Julian Assange entgegenbringen. Warum die von westlichen Medien und Politikern aktuell besonders praktizierte moralische Arroganz gegenüber Russland auf tönernen Füßen steht, dazu folgt später im Text mehr.

Nawalny – Nur ein „Kreml-Kritiker“?

Nawalny wird hierzulande in sanften Tönen gezeichnet. Laut westlichen Medien ist er „Kremlkritiker“, „Korruptionsjäger“ und der „einflussreichste Oppositionspolitiker in Russland“. Tatsächlich wurzelt Nawalny politisch aber in einem radikalen Nationalismus, auch wenn er in dieser Beziehung mittlerweile Kreide gefressen hat. Ein älteres Video (auf Russisch) zeigt Nawalny dabei, wie er politische Gegner mit Ungeziefer gleichsetzt, das entsprechend zu „behandeln“ sei. Und die Deutsche Welle schreibt über Nawalnys Werdegang:

„Der 1976 bei Moskau geborene Nawalny studierte Jura und begann seine politische Karriere in der traditionsreichen liberalen Jabloko-Partei, wurde jedoch ausgeschlossen. Parteigründer Grigori Jawlinski begründete den Ausschluss mit Nawalnys nationalistischen Ansichten. Nawalny engagierte sich dann beim “Russischen Marsch”, einer Bewegung rechtsnationaler, rechtsextremer und fremdenfeindlichen Kräfte. Später distanzierte er sich teilweise davon.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=64036
https://www.nachdenkseiten.de/?p=63020

Quellen: NachDenkSeiten


Anmerkung:

Wie kommt's?


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#2

RE: Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 26.08.2020 11:23
von franzpeter | 10.368 Beiträge

Den „Fall Navalny“ nutzen deutsche Politiker und Medien, um von Problemen in
Deutschland abzulenken. Aus Moskau berichtet Ulrich Heyden.

Der Spiegel Online veröffentlichte gestern ein großes Video-Interview (
https://www.spiegel.de/politik/ausland/s...10-89cdf9a9c211
) mit dem Grünen-Politiker Jürgen Trittin. Der behauptete, Putin habe „die
Kontrolle über Russland“ verloren. Er habe sein „Versprechen gebrochen,
Russland Stabilität zu bringen“.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=64090

Quelle: NachDenkSeiten

Anmerkung:
Die Grünen kann ich seit ihrer Wandlung zur "Kriegspartei" eh nicht mehr wählen.Warten wir mal die nächsten Wahlen ab.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

RE: Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.09.2020 09:04
von franzpeter | 10.368 Beiträge

Wie es um die Justiz eines Landes bestellt ist, zeigt sich unter anderem daran, wie transparent ihre Verfahren ablaufen. Nimmt man das als Maßstab für das Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange, das gestern in London fortgesetzt wurde, wird einem Angst und Bange um den Zustand des Rechtswesens in einer der ältesten Demokratien der Welt. Der frühere britische Botschafter Craig Murray, dem die Öffentlichkeit den detailliertesten Einblick in die kafkaesken Anhörungen im Fall Julian Assange zu Jahresbeginn verdankt, berichtet von den Rahmenbedingungen dieses Prozesses im altehrwürdigen Old Bailey. Darin wird entschieden, ob einer der wichtigsten Aufklärer unserer Zeit in die USA ausgeliefert wird, wo er wahrscheinlich den Rest seines Lebens in Einzelhaft verbringen müsste. Übersetzung von Susanne Hofmann.
Von Craig Murray

https://www.nachdenkseiten.de/?p=64496

Quelle: NachDenkSeiten


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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