GKR-Forum

a_6.jpg a_6.jpg

#1

Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 24.08.2020 22:30
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Ein Artikel von: Tobias Riegel
Die Aufmerksamkeit für den russischen Politiker Alexej Nawalny ist beachtlich. Gesundheitlich soll ihm hier alles Gute gewünscht werden. Aber im Vergleich zur kalten Missachtung von Julian Assange erscheint der Aufruhr um Nawalny als eine politisch motivierte Farce. Der Fall ist Anlass für massive antirussische Meinungsmache – die Rolle des Moralapostels erscheint bei vielen westlichen Journalisten grotesk. Von Tobias Riegel.

Man wünscht dem ins Koma gefallenen russischen Politiker Alexej Nawalny gesundheitlich alles Gute. Im aktuellen Fall ist er, zusätzlich zu diesen Wünschen, unschuldig an der maßlosen Propaganda, die dieser Tage um seine Person entfacht wird. Auch diese massive Aufmerksamkeit ist für sich genommen noch nicht suspekt. Ebenso kann noch kein Tathergang ausgeschlossen werden, auch nicht der eines Verbrechens. Zur Farce wird der Vorgang aber, wenn er etwa mit der eiskalten Ignoranz verglichen wird, die die nun um Nawalny besorgten Redakteure und Politiker dem Schicksal des in Großbritannien inhaftierten Journalisten und Publizisten Julian Assange entgegenbringen. Warum die von westlichen Medien und Politikern aktuell besonders praktizierte moralische Arroganz gegenüber Russland auf tönernen Füßen steht, dazu folgt später im Text mehr.

Nawalny – Nur ein „Kreml-Kritiker“?

Nawalny wird hierzulande in sanften Tönen gezeichnet. Laut westlichen Medien ist er „Kremlkritiker“, „Korruptionsjäger“ und der „einflussreichste Oppositionspolitiker in Russland“. Tatsächlich wurzelt Nawalny politisch aber in einem radikalen Nationalismus, auch wenn er in dieser Beziehung mittlerweile Kreide gefressen hat. Ein älteres Video (auf Russisch) zeigt Nawalny dabei, wie er politische Gegner mit Ungeziefer gleichsetzt, das entsprechend zu „behandeln“ sei. Und die Deutsche Welle schreibt über Nawalnys Werdegang:

„Der 1976 bei Moskau geborene Nawalny studierte Jura und begann seine politische Karriere in der traditionsreichen liberalen Jabloko-Partei, wurde jedoch ausgeschlossen. Parteigründer Grigori Jawlinski begründete den Ausschluss mit Nawalnys nationalistischen Ansichten. Nawalny engagierte sich dann beim “Russischen Marsch”, einer Bewegung rechtsnationaler, rechtsextremer und fremdenfeindlichen Kräfte. Später distanzierte er sich teilweise davon.“

https://www.nachdenkseiten.de/?p=64036
https://www.nachdenkseiten.de/?p=63020

Quellen: NachDenkSeiten


Anmerkung:

Wie kommt's?


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#2

RE: Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 26.08.2020 11:23
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Den „Fall Navalny“ nutzen deutsche Politiker und Medien, um von Problemen in
Deutschland abzulenken. Aus Moskau berichtet Ulrich Heyden.

Der Spiegel Online veröffentlichte gestern ein großes Video-Interview (
https://www.spiegel.de/politik/ausland/s...10-89cdf9a9c211
) mit dem Grünen-Politiker Jürgen Trittin. Der behauptete, Putin habe „die
Kontrolle über Russland“ verloren. Er habe sein „Versprechen gebrochen,
Russland Stabilität zu bringen“.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=64090

Quelle: NachDenkSeiten

Anmerkung:
Die Grünen kann ich seit ihrer Wandlung zur "Kriegspartei" eh nicht mehr wählen.Warten wir mal die nächsten Wahlen ab.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#3

RE: Große Gefühle für Nawalny – eisige Kälte für Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 08.09.2020 09:04
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Wie es um die Justiz eines Landes bestellt ist, zeigt sich unter anderem daran, wie transparent ihre Verfahren ablaufen. Nimmt man das als Maßstab für das Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange, das gestern in London fortgesetzt wurde, wird einem Angst und Bange um den Zustand des Rechtswesens in einer der ältesten Demokratien der Welt. Der frühere britische Botschafter Craig Murray, dem die Öffentlichkeit den detailliertesten Einblick in die kafkaesken Anhörungen im Fall Julian Assange zu Jahresbeginn verdankt, berichtet von den Rahmenbedingungen dieses Prozesses im altehrwürdigen Old Bailey. Darin wird entschieden, ob einer der wichtigsten Aufklärer unserer Zeit in die USA ausgeliefert wird, wo er wahrscheinlich den Rest seines Lebens in Einzelhaft verbringen müsste. Übersetzung von Susanne Hofmann.
Von Craig Murray

https://www.nachdenkseiten.de/?p=64496

Quelle: NachDenkSeiten


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#4

Der Schauprozess gegen Julian Assange

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.09.2020 16:06
von franzpeter | 10.685 Beiträge

KenFM 22.09.2020

Der Schauprozess gegen Julian Assange

... oder: "Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein Verbrechen behandelt wird,
werden wir von Verbrechern regiert."


Ein Kommentar von Mathias Bröckers

<https://tube.kenfm.de/videos/embed/ead67bbc-6765-4f71-a07e-528cc17d863a>
Katherine Da Silva / shutterstock

Podcast:
https://tube.kenfm.de/videos/embed/ead67...7e-528cc17d863a
https://tube.kenfm.de/videos/embed/ead67...7e-528cc17d863a


Es ist eine Gerichtsverhandlung von internationaler Bedeutung und es geht um
eine zentrale Säule der demokratischen Rechtsordnungen weltweit - die
Pressefreiheit
- doch in der Presse, in den sogenannten Leitmedien, erfahren wir
davon kaum etwas.

Und hätten wir nicht unseren Man in the public gallery
https://www.craigmurray.org.uk/archives/...hearing-day-10/
- den ehemaligen britischen Botschafter und Blogger Craig Murray, der als eines
von fünf Familienmitgliedern von Julian Assange deklariert ist und im
Gerichtssaal anwesend sein darf - sähe es ganz finster aus.


Außer den fünf Zuschauern sind zwar auch noch ein Dutzend Journalisten für
eine Videoübertragung in einem anderen Raum zugelassen, darunter wohl auch
einige von den großen Nachrichtenagenturen - aber die Mühe, die wichtigsten
Aussagen der Anklage, der Verteidigung und der gehörten Zeugen zu
transkribieren und zu publizieren, macht sich da keiner.

Wer zeitnah erfahren will, warum die Vereinigten Staaten den Wikileaks-Gründer
für 175 Jahre einsperren wollen und seine Auslieferung verlangen, ist auf den
Blog von Craig Murray https://www.craigmurray.org.uk/
angewiesen.

Genauso so, wie die Welt auf Wikileaks angewiesen war, um von den
Kriegsverbrechen der US-Truppen im Irak zu erfahren - die Whistleblowerin Chelsea
Manning hatte das Material mit dem Collateral Murder-Video ja zuerst der New York
Times und der Washington Post angeboten
und sich erst nach deren Ablehnung an
Julian Assange gewandt.

Dass Craig Murray sehr vertrauenswürdig ist, war mir schon vor vielen Jahren
bei den Recherchen für das Buch Die Drogenlüge - Warum Drogenverbote den
Terrorismus fördern und der Gesundheit schaden
<https://www.buchkomplizen.de/index.php?lang=0&cl=search&searchparam=Die+Drogenl%C3%BCge>
. (2010) aufgefallen.

Als Botschafter in Usbekistan war ihm aufgefallen, dass an der mit EU-Geldern an
der afghanischen Grenze errichteten aufwändigen Kontrollstelle gegen den
Opium-und Heroinschmuggel regelmäßig eine Kolonne schwarzer Jeeps durchgewinkt
wurde, die ihre Drogenfracht direkt in eine Kaserne des usbekischen Generals
Dostum lieferte.

Als die Blair-Regierung dagegen nichts unternahm und ihm beschied, das zu
akzeptieren, weil General Dostum auf unserer Seite in Afghanistan kämpft,
quittierte Craig Murray seinen Botschafterposten.


Und ist heute, weil er immer noch glaubt, dass solche Geschichten öffentlich in
die Zeitung und ins Parlament gehören, nicht Chefredakteur oder Intendant eines
großen Medienhauses, sondern betreibt einen Blog.


Hier ein Auszug über die Verhandlung am vergangenen Dienstag:

Mehr:
https://kenfm.de/der-schauprozess-gegen-...hias-broeckers/
<https://kenfm.de/der-schauprozess-gegen-julian-assange-von-mathias-broeckers/>

Quelle: KenFM


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#5

Weitere Zeugen im Assange-Verfahren bekunden die Bedeutung der Wikileaks-Veröffentlichungen NachDenkSeiten - Die kritische Websi

in Aus der Welt der Wissenschaft 22.09.2020 16:13
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Die Auslieferungsanhörung USA vs. Julian Assange ist nun in die vierte Woche
gegangen, wenn man die erste Woche im Februar mitzählt. Weiterhin gibt es
massive Zugangsprobleme für Beobachter aller Art, aber was im Gerichtssaal
gehört wird, sollte eigentlich eher für den Angeklagten sprechen, wenn hier
wirklich Recht gesprochen werden soll. Nachfolgend ein weiterer Bericht aus
London, aus dem Gerichtsgebäude und vom Geschehen drumherum (Stand: 21.
September 2020). Von Moritz Müller.
Mehr von diesem Beitrag lesen
Quelle: https://www.nachdenkseiten.de/?p=65060#more-65060


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#6

Prozess gegen Julian Assange: Der Racheakt

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.10.2020 10:57
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Der australische Investigativjournalist und Dokumentarfilmer John Pilger hat den
Auslieferungs-Prozess gegen Julian Assange von der Besuchertribüne im Londoner
Old Bailey aus verfolgt. Im Folgenden (
http://johnpilger.com/articles/eyewitnes...-julian-assange
) berichtet er dem australischen Arena Magazine (
https://arena.org.au/eyewitness-to-the-a...julian-assange/ )
von dieser Erfahrung. Übersetzung von Susanne Hofmann.
Mehr von diesem Beitrag lesen

https://www.nachdenkseiten.de/?p=65910#more-65910

Quelle: NachDenkSeiten

Zitate:
Ein Unterschied dazu war, dass der Angeklagte in den Schauprozessen im Gerichtssaal stand. Im Assange-Prozess war er hinter dickes Glas gesperrt und musste, unter Aufsicht seines Wächters, auf Knien zu einem Schlitz im Glaskasten krabbeln, um Kontakt zu seinen Anwälten aufzunehmen.

Der ‚Assange-Effekt’ ist bereits weltweit spürbar. Wenn investigative Journalisten dem Regime in Washington missliebig sind, können sie nach dem US-Spionage-Gesetz von 1917 strafrechtlich verfolgt werden

WikiLeaks dagegen hat uns einen Blick auf den blindwütigen imperialistischen Marsch durch ganze Staaten erhaschen lassen – man denke nur an das Gemetzel im Irak, in Afghanistan, Libyen, Syrien, dem Jemen, um nur einige zu nennen, die Enteignung von 37 Millionen Menschen und den Tod von 12 Millionen Männern, Frauen und Kindern im ‚Anti-Terror-Krieg‘ – ein Großteil davon vollzog sich hinter einer Fassade der Täuschung.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#7

Assange weiterhin in Haft, Journalisten aufgerafft?

in Aus der Welt der Wissenschaft 02.11.2020 13:13
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Am Donnerstag, den 29. Oktober, hieß es für Julian Assange und die weiteren
Beteiligten, wieder den aller vier Wochen stattfindenden Haftprüfungstermin
wahrzunehmen. Fast ein bisschen wie „Dinner for One“, aber leider bitterer
Ernst. Am Abend hatte dann der irisch/britische Journalistenverband eine
Zoom-Konferenz für Mitglieder ausgerichtet und hiervon war ich dann schon eher
positiv überrascht. Ein Bericht, diesmal aus dem Heimbüro in Irland, von Moritz
Müller.
Mehr von diesem Beitrag lesen

https://www.nachdenkseiten.de/?p=66431#more-66431

Quelle: NachDenkSeiten


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#8

Stefania Maurizi zu Assange: „Das ist ein unglaubliches Versagen des Journalismus“.

in Aus der Welt der Wissenschaft 03.11.2020 10:45
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Die italienische Investigativ-Journalistin Stefania Maurizi spricht über die
Enthüllung geheimer Informationen, die Arbeit mit WikiLeaks und den Mut, den es
braucht, um gegen mächtige Feinde vorzugehen. Von Nadja Vancauwenberghe und John
Brown. Das Interview ist auf dem Medium „Exberliner“ (
https://www.exberliner.com/features/juli...ange-interview/
) erschienen, übersetzt wurde es von Ingrid Koschmieder.
Mehr von diesem Beitrag lesen
https://www.nachdenkseiten.de/?p=66459#more-66459
https://www.exberliner.com/features/juli...ange-interview/

Quelle: NachDenkSeiten


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen

#9

Amnesty International soll im Fall Assange eindeutig Stellung beziehen

in Aus der Welt der Wissenschaft 28.11.2020 13:23
von franzpeter | 10.685 Beiträge

Am Donnerstag haben sich über 150 Erstunterzeichner in einem Offenen Brief (
https://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf...geschwaerzt.pdf
) an das deutsche Büro von Amnesty International gewandt. In dem Brief, den man
hier unterzeichnen ( https://aktion.freeassange.eu/ ) kann, wird
darum gebeten, im Fall Assange eindeutig Stellung zu beziehen bzw. zu erklären,
warum dies nicht getan wird. Amnesty International (AI), das sich als
Gefangenenhilfsorganisation versteht, hat Julian Assange bis heute nicht als
„gewaltfreien, politischen Gefangenen“ anerkannt. Dieser Begriff, auf
Englisch „Prisoner of Conscience“, wurde von AI selbst medienwirksam
geprägt. Die NachDenkSeiten veröffentlichen nachfolgend den Offenen Brief mit
einer Vorbemerkung von Moritz Müller.

https://www.nachdenkseiten.de/?p=67412#more-67412

Quelle: NachDenkSeiten

Zitat:
Ob und wie AI Deutschland auf den Offenen Brief reagiert, wird sich nun zeigen. Mit der Reaktion könnte AI beweisen, dass die Organisation doch Biss hat, auch im Umgang mit westlichen Regierungen, und es wäre zudem logisch, denn im Fall Assange geht es auch um AIs ureigenste Anliegen. Wenn Assange zum Schweigen gebracht wird, dann sind als Nächstes AI und weitere NGOs an der Reihe oder AI wird dann von den Machthabern als Schoßhündchen gehalten, welches nur noch Diktatoren in Bananenrepubliken kritisieren darf oder unliebsame Regierungen in Ländern wie China und Russland.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
nach oben springen


Besucher
0 Mitglieder und 4 Gäste sind Online

Forum Statistiken
Das Forum hat 1682 Themen und 12139 Beiträge.

Heute waren 2 Mitglieder Online:

Besucherrekord: 71 Benutzer (12.03.2015 19:47).

Xobor Einfach ein eigenes Forum erstellen