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#1

Deutschland muss gegenüber USA "notfalls rote Linien" ziehen

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.12.2017 10:42
von franzpeter | 9.156 Beiträge

Deutschland muss gegenüber USA "notfalls rote Linien" ziehen
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Außenminister Gabriel fordert eine Neuausrichtung der US-Politik. Die USA unter Trump seien als weltpolitische Gestaltungskraft "geschwächt". Deutschland müsse künftig selbstbewusster seine Interessen vertreten.
Angesichts der erheblichen Veränderungen im transatlantischen Verhältnis fordert Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) von Deutschland und Europa eine neue Amerika-Politik. Die USA kämen unter ihrem Präsidenten Donald Trump ihrer Rolle als weltpolitische Gestaltungskraft nur noch "geschwächt" nach, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" aus dem Manuskript für eine Grundsatzrede, die Gabriel am Dienstag beim Berliner Forum Außenpolitik der Körberstiftung halten will.
In dem Redetext, welcher der Zeitung in Auszügen vorliegt, heißt es weiter, die "Selbstverständlichkeit, mit der wir die US-amerikanische Rolle als – trotz gelegentlichen Zwistes – behütend sehen", beginne "zu bröckeln".
Die Vereinigten Staaten würden Deutschland ebenfalls womöglich anders als vorher betrachten, "als ein Partner unter vielen". Das bedeute aber auch, "dass wir ganz zwangsläufig auch als Wettbewerber wahrgenommen werden".

Notfalls "rote Linien" ziehen
Deutschland müsse künftig selbstbewusster seine Interessen vertreten, verlangt Gabriel. Notfalls seien "rote Linien" zu ziehen – unter Partnern, aber "an unseren eigenen Interessen orientiert". Als Beispiele nennt Gabriel etwa die Russland-Sanktionen, die der US-Kongress im Sommer beschloss und die auch Auswirkungen auf die Energieversorgung in Deutschland haben könnten, weil sie russische Pipelines betreffen.
Der Außenminister warnt überdies vor einer Aufkündigung des Atomdeals mit dem Iran, wie es von Trump erwogen wird. Dies würde die Kriegsgefahr erhöhen und die nationale Sicherheit berühren, heißt es in dem von der "Süddeutschen Zeitung" zitierten Redetext.
"In beiden Fällen kann Deutschland es sich nicht leisten, auf Entscheidungen in Washington zu warten oder bloß darauf zu reagieren." Berlin müsse kühler analysieren, wo Deutschland mit den USA "über Kreuz" liege, und eine selbständigere USA-Politik

[b]Für Europa gelte: "Heute ist diese Welt weit unbequemer geworden. Und längst merken wir, dass es selbst bei großer wirtschaftlicher Prosperität keinen bequemen Platz an der Seitenlinie internationaler Politik mehr für uns gibt. Weder für uns Deutsche noch für uns Europäer."

Quelle msn

Anmerkung:r
Erstaunlich. Da hat doch einer die Realität erkannt. Aber Merkel wird da vermutlich "transatlantisch" einhaken.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 11.12.2017 14:29 | nach oben springen

#2

RE: Deutschland muss gegenüber USA "notfalls rote Linien" ziehe

in Aus der Welt der Wissenschaft 05.12.2017 10:52
von franzpeter | 9.156 Beiträge

http://www.faz.net/aktuell/politik/inlan...a-15321914.html
Die Bundesrepublik sollte militärisch verstärkt auf Europa statt auf die Vereinigten Staaten setzen – zumindest, wenn es nach den Deutschen geht. Einer Umfrage zufolge hört bei ihnen aber der Wille zur engeren militärischen Zusammenarbeit an einem Punkt auf.

Anmerkung:

Zitat

Dennoch: Für eine große Mehrheit der Deutschen, die über Jahrzehnte Nutznießer des mächtigen Alliierten an ihrer Seite waren, haben die Vereinigten Staaten als wichtigster Verbündeter ausgedient.



Ich kann in der Lagerung von US-Atombomben keine deutsche Nutznießung sehen. Und ein Friedensvertrag wäre auch nicht abwegig. Ansonsten bestand amerikanische Politik darin, Deutschland als Stützpunkt gegen Russland zu sehen, egal wieviel Schokolade die Amerikaner über Berlin abgeworfen haben.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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