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#1

Wie aus niedlichen Gegnern unschlagbare Maschinen wurden

in Aus der Welt der Wissenschaft 07.11.2018 17:49
von franzpeter | 9.085 Beiträge

Geschichte der Schachprogramme
Wie aus niedlichen Gegnern unschlagbare Maschinen wurden
Frederic Friedel hat die Entwicklung der Schachprogrammierung maßgeblich begleitet. Hier erzählt der ChessBase-Gründer, wie ein Roboterarm für 95.000 Briefe sorgte und warum auch Weltmeister gegen Computer verlieren.



Mittwoch, 07.11.2018 16:45 Uhr


Zur Person
chessbase
Frederic Friedel, 73, studierte Philosophie, Wissenschaftstheorie und Linguistik in Hamburg und Oxford. Als Wissenschaftsjournalist beschäftigte er sich für ZDF und ARD schon in den Siebzigern mit Computerschach. 1987 gründete Friedel zusammen mit Matthias Wüllenweber ChessBase, das heute weltweit zu den größten Anbietern von Schach-Software gehört und auch Kooperationspartner des SPIEGEL ist. Friedel lebt in Hamburg.
Der Schach-Gegner, mit dem es die junge Dame 1956 im US-amerikanischen Los Alamos zu tun bekam, war knapp zwei Meter groß und auch sonst ziemlich einschüchternd. MANIAC, so sein Name, hatte einen enormen Energiebedarf und konnte komplexe Berechnungen zur Optimierung thermonuklearer Waffen durchführen. Der jungen Frau am Schachbrett ließ er keine Chance.


Was sich Mitte der Fünfziger in dem US-Labor abspielte, hat Geschichte geschrieben. Der Sieg von MANIAC war der erste Erfolg einer Maschine gegen einen Menschen im Schach überhaupt. Wissenschaftler hatten den Giganten, der seit 1951 in Los Alamos stand, kurzerhand zweckentfremdet und einen Code geschrieben, damit der Computer Schach spielen konnte. Die Partie gegen die Probandin, die die Regeln nur Wochen zuvor gelernt hatte, fand zwar nur auf einem kleinen 6x6-Brett statt. Und war doch eine Revolution.



Getty Images
Computer MANIAC in Los Alamos
Die Geschichte des Computerschach ist voller Anekdoten darüber, wie brillante Geister schon früh Maschinen das faszinierende Spiel beibringen wollten. Eine der beeindruckendsten Leistungen gelang dabei dem englischen Mathegenie Alan Turing, der 1936 mit seiner "Papiermaschine" ein Schachprogramm schrieb, bevor es überhaupt Computer gab. Die Maschine brauchte eine menschliche CPU, Turing selber, die die Züge seines Programms mühsam mit Papier und Stift berechnen musste. Und doch: Sie funktionierte.
95.000 Leserbriefe beim ZDF
Meine Beschäftigung mit Computerschach begann ein halbes Jahrhundert später. Ich war damals ein junger Wissenschaftsjournalist und hatte einen Artikel über die Fortschritte gelesen, die auf diesem Gebiet gemacht worden waren. Nachdem ich ein wenig nachgeforscht hatte, ging ich zu meinem Chef beim ZDF. "Wussten Sie, dass Computer jetzt Schach spielen können?", fragte ich den legendären Wissenschaftsmoderator Hoimar von Ditfurth. Seine Antwort habe ich nie vergessen: " I wo!" Eine halbe Stunde lang erklärte ich ihm, wie das funktioniert, dann sagte er: "Schreiben Sie alles auf, wir machen eine 43-Minuten-Dokumentation."
Turing

0-1

Garry Kasparov


Ein paar Monate später ließen wir den schottischen Internationalen Meister David Levy in unserem Studio in Hamburg gegen CHESS 4.8 spielen, das stärkste Schachprogramm, das es damals gab. Die Züge wurden von einem Roboterarm ausgeführt, der von einem Großrechner in Minneapolis über Fernleitung gesteuert wurde. Die Partie war äußerst spannend und endete mit einem Remis.
Die Dokumentation war ein großer Erfolg. Der SPIEGEL berichtete ausführlich darüber (und organisierte kurze Zeit später ein zweites Match gegen WM-Herausforderer Viktor Kortschnoi). Nach der ZDF-Sendung gingen beim Sender über 95.000 Leserbriefe ein. Alle Leser wollten die Notation der Partie, die von Levy, Helmut Pfleger und dem Computer kommentiert worden war. All das schildert dieser Bericht, der auch die nachspielbare Partie und die Kommentare enthält.
https://en.chessbase.com/post/computer-c...-vs-brute-force

Kasparow 32, Schachcomputer 0
Im Juni 1985 wurde dann Garry Kasparow, der 22-jährige WM-Herausforderer, vom SPIEGEL eingeladen
https://en.chessbase.com/post/kasparov-a...-computer-chess.
In Hamburg sollte der Russe gegen 32 der stärksten Schachcomputer, die damals zu kaufen waren, in einem Simultan antreten. Kasparow gewann das Simultan 32:0 und bewies damit, dass der menschliche Geist den Computern haushoch überlegen war.

Kasparow war auch bei mir zu Hause zu Gast und wir diskutierten lange über Computer und die Entwicklung einer Schachdatenbank. Ich war kein Programmierer, aber glücklicherweise fand ich Matthias Wüllenweber, einen Physikstudenten, der bereits eine rudimentäre Schachdatenbank programmiert hatte. Wir zeigten Kasparow das Programm und gründeten auf sein Drängen hin die Firma ChessBase.
https://en.chessbase.com/post/chebase-is...off-in-our-shop
ChessBase ist heute eine klassische Datenbank, die es Spielern erlaubt, eine sehr große Zahl von Partien schnell zu durchsuchen und nach neuen Eröffnungen und neuen Ideen und Schwächen ihrer Gegner zu forschen.

Fritz, mehr als nur ein Spitzname
1990 hatten wir eine Idee: Wäre es nicht schön, wenn man den Schachspielern nicht nur Zugang zu einer großen Menge von Daten geben würde, sondern dem Programm auch noch eine "Schach-Engine" hinzufügen könnte, ein Modul, mit dem Anwender analysieren könnten? Damals waren die ersten Schachprogramme für IBM-PCs erschienen, und wir konnten einen holländischen Programmierer, Frans Morsch, gewinnen, für uns eine Engine zu entwickeln, die man in ChessBase aufrufen konnte, um mit ihrer Hilfe zu analysieren.

Weltmeister Kasparow gegen Schachprogramm Fritz (1994)
Danach war es nur logisch, ein eigenständiges Schachprogramm zu entwickeln, und das wurde 1991 fertig gestellt. Wir tauften es "Fritz", und das aus einem bestimmten Grund: Deutschland war kurz zuvor wiedervereinigt worden, und zum erste Mal nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Deutschen tatsächlich stolz auf ihr Land. Fritz ist der Spitzname, den die Briten den Deutschen in den Kriegen gegeben hatten. Außerdem war der Name besser als etwas wie "Grandmaster Chess", eine ursprüngliche Überlegung.
Am 28. Dezember 1992 nahm ich die aktuelle Beta-Version von Fritz 3 mit nach Köln, wo sich Weltmeister Garry Kasparow gerade auf einen Wettkampf vorbereitete. Wir installierten das Programm auf seinem HP OmniBook Laptop und er spielte wie im Rausch mehr als 30 Blitzpartien. Fritz gewann vier davon. Es war ein historischer Moment: Zum ersten Mal in seinem Leben hatte Kasparow eine Partie gegen einen Computer verloren, wenn auch bei verkürzter Bedenkzeit und unter informellen Bedingungen.

Deep Blue 2 schafft die Sensation
Bekanntlich spielte Kasparow vier Jahre später gegen eine Maschine, die mit Millionen von Dollar von IBM entwickelt worden war. Kasparow gewann den Wettkampf gegen Deep Blue in Philadelphia recht bequem. Die weltweite Aufmerksamkeit, die das Match hervorrief, brachte den Computerriesen dazu, Kasparow zu einem Revanchematch herauszufordern. Das fand 1997 in New York statt, und Kasparow hatte es diesmal mit einer verbesserten Version von Deep Blue zu tun. Er verlor den Wettkampf, aber nicht, weil die Maschine stärker war als er, sondern weil er seinem Gegner psychologisch unterlegen war.


Meiner Meinung nach hatte der Computer eine Spielstärke von beinahe 2700 Elo-Punkten, während der Weltmeister mehr als 2800 Elo hatte. Aber Deep Blue verfügte über eine Bibliothek von Millionen Eröffnungszügen, auf die er während der Partie zugreifen konnte. Kasparow versuchte das mit unkonventionellen Varianten zu kontern, die aber ganz und gar nicht zu seinem Stil passten. Er wusste genau, dass es ganz anders ist gegen eine Maschine zu spielen als Schachwettkämpfe mit menschlichen Gegnern: Ein einziger Fehler reicht und man verliert. Während der Partie steht man die ganze Zeit über unter enormem Druck. Das hat seinen Stil verkrampft.
https://de.wikipedia.org/wiki/Deep_Blue_–_Kasparow,_Philadelphia_1996,_1._Wettkampfpartie
Wo stehen wir jetzt?

2002 spielte Fritz ein Match gegen Weltmeister Wladimir Kramnik und erreichte ein 4:4-Unentschieden. Beim Rückkampf 2006, der über sechs Partien ging, gewann Fritz 4:2. Wenig später, nachdem die Chess-Engines die Marke von 3000 Punkten auf der Elo-Skala übersprungen hatten, wurden Wettkämpfe Mensch gegen Maschine aufgegeben (die stärksten menschlichen Spieler kommen auf etwa 2800 Elo-Punkte). Heute nähern sich Spitzen-Engines wie Fritz, Stockfish, Komodo oder Houdini der Marke von 3500 Elo-Punkten. Das heißt, wenn ein Mensch gegen diese Programme spielt, wäre es so, als ob Usain Bolt gegen einen Ferrari antritt. Einfach unfair.
Aber wo stehen wir jetzt? 2017 stellte die Google-Tochter Deep Mind eine künstliche Intelligenz namens Alpha Zero vor, die anders war als alle vorherigen traditionellen Schach-Engines, die im Laufe der Jahre von Spitzenprogrammierern in Handarbeit stark gemacht wurden. Alpha Zero hatte man lediglich die Regeln des Spiels erklärt und gezeigt, wie die Figuren ziehen. Danach spielte das Programm, das auf massiv starker Hardware lief, Millionen von Partien gegen sich selber, und gewann so ganz alleine eine tiefsinnige Strategie für Schach. Nach wenigen Tagen Rechenarbeit hatte das Programm übermenschliche Stärke erreicht und konnte gegen eine der besten Engines der Welt gewinnen. Es wurde so zur stärksten Einheit, die je Schach gespielt hat.


quelle:spiegel online

Anmerkung:
Der Artikel erinnert mich daran, wie die Beiden eines Abends bei meinem alten Schachklub KSC (Klub Kölner Schachfreunde)
zu Besuch waren.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 07.11.2018 17:54 | nach oben springen

#2

Schach-Weltmeister Carlsen

in Aus der Welt der Wissenschaft 07.11.2018 18:10
von franzpeter | 9.085 Beiträge

Schach-Weltmeister Carlsen
:
Pizza, Poker und Premier League
Von Stefan Löffler
-Aktualisiert am 07.11.2018-15:54


Schach-Weltmeister Magnus Carlsen will seinen Titel erfolgreich verteidigen. Fabiano Caruana trifft bei der Schach-WM in London auf Weltmeister Magnus Carlsen. Der schickt einige erstaunliche Botschaften an seinen Herausforderer. Mit dieser Offensive verfolgt der Champion ein klares Ziel.


Als der Schachserver LiChess zuletzt sein beliebtes Online-Turnier im Bulletschach ausrichtete, trauten manche ihren Augen nicht. Auch DrDrunkenstein beteiligte sich an den ultraschnellen Partien mit nur jeweils einer Minute Bedenkzeit pro Spieler. DrDrunkenstein ist kein anderer als Schachweltmeister Magnus Carlsen. Statt sich auf die an diesem Freitag in London beginnende Weltmeisterschaft vorzubereiten, verdaddelte er seine Zeit mit einer Schachvariante, die viele seiner Kollegen als wertlos ansehen.
Beim Bulletschach kommt es vor allem darauf an, die Computer-Maus schnell zu bewegen, Fallen zu stellen und den jeweils nächsten Zug schon vorzugeben, bevor der Gegner überhaupt gezogen hat. Wenn dessen Zug aufscheint, braucht man nur noch die Maustaste loszulassen. Ein überraschender Angriff auf die Dame oder eine nicht allzu offensichtliche Mattdrohung führt da oft zum Erfolg. Beim Bulletschach kommt keiner ungeschoren davon. DrDrunkenstein alias Magnus Carlsen verlor an diesem Abend 13 Ein-Minuten-Spiele. Doch 41 Mal war er es, der seinen Gegner übertölpelte. Das reichte, um die undotierte Konkurrenz zu gewinnen.
Es blieb nicht die einzige Botschaft, die der 27 Jahre alte Norweger in den vergangenen Tagen an seinen Herausforderer Fabiano Caruana schickte. Da war noch dieser Videoclip aus seinem Trainingslager, in dem er von einer bisher unbekannten 3P-Formel schwärmte. Was brauchte sein Team, um sich optimal auf die WM einzustimmen? Pizza, Poker und Premier-League-Spiele. Sich auf Caruana vorzubereiten war, signalisierte er, ein einziger gewaltiger Spaß.

Zuvor hatte Carlsen in Interviews, die er norwegischen Medien gab, eine von ihm nicht gewohnte Offenherzigkeit an den Tag gelegt. In Caruanas Schach will er eine Macke erkannt haben. Sein Herausforderer um den WM-Titel liebe das Zentrum des Bretts über alles und nehme im Unterschied zu ihm selbst alles Mögliche in Kauf, um die Mitte zu kontrollieren. Caruanas relative Schwäche im Schnell- und Blitzschach erklärte Carlsen mit einem Mangel an Intuition, also jener Gabe, die Carlsen für sich selbst reklamiert. Nebenbei erwähnte er die mangelnde Zweikampferfahrung des Amerikaners und einen bisher von diesem geheim gehaltenen Helfer, den kubanischen Spitzenspieler Leinier Dominguez, der angeblich bald zum amerikanischen Verband wechseln soll.


Ich habe dich durchschaut! Ich weiß alles über dich! Ich denke schneller, als du gucken kannst! Das also wollte Carlsen seinen Herausforderer wissen lassen. Welchem Effekt seine Kommunikationsoffensive dienen soll, verriet er ebenfalls: „Ich hoffe, dass Caruana den Druck spüren wird. Dann habe ich von Anfang an einen Vorteil im Match.“ Um diesen Druck zu verstärken, will er in den ersten Partien gezielte Schläge anbringen.


Carlsen selbst war nur selten so verwundbar gewesen wie zu Beginn seines ersten WM-Kampfes gegen den Inder Vishy Anand vor fünf Jahren. Auch die achte WM-Partie gegen Sergei Karjakin, die ihn vor zwei Jahren in New York fast den WM-Titel kostete, war ein Tiefpunkt für ihn. Carlsen hat das endlich verarbeitet. Weil er in keiner der vorangegangenen Partien ernste Probleme zu lösen hatte, habe er sich gegen Karjakin für unbesiegbar gehalten. Nach der Niederlage in dieser Partie habe ihn dann die Vorstellung geplagt, irgendwo antreten zu müssen, ohne Weltmeister zu sein. Dass ausgerechnet Karjakin den Titel gewinnen würde, schien ihm unerträglich.

Der Herausforderer aus den Vereinigten Staaten: Fabiano Caruana.

Vor Caruana hat Carlsen größeren Respekt. Keiner hat ihn öfter überspielt. Keiner hat ihn so oft, nämlich fünfmal, in einer regulären Partie geschlagen wie sein Herausforderer. Seine letzte Niederlage gegen Caruana liegt allerdings schon vier Jahre zurück. Seither hat Carlsen ihn besser im Griff. Ihre vorletzte Begegnung im Mai in Stavanger gewann er gleich in der ersten Runde. Doch am Ende war es Caruana, der in der Heimat des Weltmeisters triumphierte. Einen Monat zuvor in Karlsruhe schien Carlsen den direkt vom Sieg im Kandidatenturnier angereisten Amerikaner im Griff zu haben. Caruana entwischte ihm in ein Remis und gewann auch dieses Turnier.

Hätte der Amerikaner bei seinem starken Auftritt bei der Schacholympiade vor einem Monat noch einen halben Punkt mehr erzielt oder Carlsen beim Europacup vor zwei Wochen einen halben Punkt weniger, hätte Caruana in der Weltrangliste die Führung übernommen. Carlsen macht kein Hehl daraus, dass ihn dies endlos gewurmt hätte. Nur noch drei Elo-Punkte trennen die beiden. So schmal war sein Vorsprung noch nie, seit er 2011 die Nummer eins wurde.

Man muss weit zurückgehen, um ein Finale zu finden, in dem die beiden unbestritten besten Spieler um den Titel spielten, nämlich bis zur epischen Rivalität zwischen Garri Kasparow und Anatoli Karpow. Während derem fünften und letzten WM-Kampf 1990 kam Carlsen zur Welt, Caruana zwanzig Monate später. Noch viel länger, nämlich seit 1921 ist es her, dass zwei westliche Spieler um den Titel rangen.


Zur gespannten Vorfreude unter den Schachfans trägt bei, dass beide sehr kämpferisch orientiert und dafür bekannt sind, in jeder Spielphase Probleme zu stellen. Inhaltsarme Remispartien wie in Carlsens WM-Kämpfen gegen Anand und Karjakin sind zwar nicht auszuschließen, aber mit einem einseitigen Verlauf rechnet kaum jemand. Beide Spieler sind nervenstark und in ihren Bewertungen nicht von Wunschdenken getrübt wie Wladimir Kramnik oder Lewon Aronjan. Eine leichte Favoritenrolle für Carlsen ergibt sich aus seiner Matcherfahrung, seiner körperlichen Fitness und weil er in ein Stechen, das im Falle eines 6:6-Gleichstandes erforderlich würde, als eindeutig stärkerer Schnellschachspieler ginge.


Der schmalere Caruana wird von vielen unterschätzt. Spannkraft und Fokus trainiert der 26-Jährige beim Yoga, für das ihn sein usbekischer Trainer Rustam Kasimdschanow begeistert hat. Für ihn sprechen seine seit März exzellente Form und die ungebändigte Motivation eines Herausforderers, der weiß, dass er den Titelverteidiger schlagen kann. Selbst taxiert er seine Chancen auf 50:50. Kräftige Ansagen über soziale Medien oder die Presse sind aber nicht sein Ding. Umgänglicher als der mitunter divenhafte und verspielte Norweger, sucht er Konflikte nur auf dem Brett. Klar ärgere ihn, dass das WM-Preisgeld in London nur eine Million Euro beträgt, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, „aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich das ändern kann“. Er schätzt, dass in den Vereinigten Staaten ein mehr als doppelt so hohes Preisgeld möglich gewesen wäre, wenn die russische Vermarktungsfirma Agon beweglicher gewesen wäre.

Was Agon von den russischen und norwegischen Sponsoren einnimmt, fließt vorrangig ins Erscheinungsbild. Dazu zählt neuerdings eine Dating-App, mit deren Hilfe sich Schachspieler verabreden sollen. Welche Kontakte sich beim Chatten über DrDrunkenstein und Caruanas Zentrumsspiel anbahnen lassen, muss sich freilich noch erweisen.
Quelle: Faz


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#3

RE: Schach-Weltmeister Carlsen

in Aus der Welt der Wissenschaft 11.11.2018 19:47
von franzpeter | 9.085 Beiträge

http://blogs.faz.net/schachblog/2018/11/...t-huebner-1489/


Berührt, geführt
Das Schachblog von FAZ.NET

Berührt, geführt Nochmal zur ersten Partie - Eine Analyse von Robert Hübner


Nochmal zur ersten Partie – Eine Analyse von Robert Hübner
11. November 2018 von Stefan Löffler | 0 Lesermeinungen
Oft – wenn natürlich auch nicht immer – ist die erste Partie richtungsweisend für den weiteren Verlauf eines Schachzweikampfes. Dies gilt hier umso mehr, als die Anzahl der Partien in den Weltmeisterschaftskämpfen auf zwölf Partien begrenzt worden ist. Als man noch 24 Spiele austrug, war eher die Möglichkeit gegeben, sich von einem Fehlstart zu erholen oder eine ungünstige Stimmungslage abzuschütteln. Angesichts der Bedeutung für die weitere Entwicklung der Ereignisse will ich versuchen, einige kritische Momente dieser ersten WM-Partie in London (hier kann man die Züge nachspielen) flüchtig zu besprechen und vorsichtige Schlüsse auf die Verfassung der Spieler daraus zu ziehen. Der unentschiedene Ausgang nach so vielen verpassten Chancen muss bei Carlsen Enttäuschung ausgelöst haben, Caruana wird er Auftrieb gegeben haben.


Robert Hübner, der diesen Beitrag vor der zweiten WM-Partie (ebenfalls remis) verfasste, gehörte als bislang letzter deutscher Spieler zur absoluten Weltspitze im Schach. 1980 stand er im WM-Kandidatenfinale und auf Platz drei der Weltrangliste. Bis 1991 war er drei weitere Male WM-Kandidat. Hübner wurde kürzlich mit der SG Luzern Schweizer Meister. Den 70. Geburtstag des Kölner Großmeisters, Altphilologen und Publizisten vor wenigen Tagen würdigte Jürgen Kaube. (Foto: dpa

Quelle: FAZ


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 11.11.2018 19:47 | nach oben springen

#4

Die Stunde der Sekundanten

in Aus der Welt der Wissenschaft 12.11.2018 12:45
von franzpeter | 9.085 Beiträge

Die Stunde der Sekundanten
http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1237843.html

Die Partien der Schach-WM werden bislang von spektakulären Eröffnungen bestimmt. Ausgeheckt haben sie die Sekundanten der Stars - zwei Freunde mit gemeinsamer Vergangenheit.

Quelle: spiegel online


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#5

Carlsen hadert mit Eröffnung

in Aus der Welt der Wissenschaft 13.11.2018 11:24
von franzpeter | 9.085 Beiträge

Carlsen hadert mit Eröffnung
13.11.2018 - Drittes Duell, drittes Remis: Weltmeister Magnus Carlsen kam nicht wie gewünscht in die Partie und musste sich gegen Fabiano Caruana erneut mit einem Remis zufriedengeben. Daniel King analysiert.
http://www.spiegel.de/video/schach-wm-ma...o-99022586.html
Quelle spiegel online


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#6

"Caruana scheint besser vorbereitet zu sein"

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.11.2018 09:05
von franzpeter | 9.085 Beiträge

Schach-WM in London
"Caruana scheint besser vorbereitet zu sein"
14.11.2018 - Auch in der vierten WM-Partie gab es keinen Sieg. Schach-Weltmeister Magnus Carlsen hatte wieder keine gute Eröffnung. Herausforderer Fabiano Caruana konnte bequem kontern.

http://www.spiegel.de/video/schach-wm-ma...o-99022666.html

Quelle: spiegel online


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 14.11.2018 09:05 | nach oben springen

#7

Zu viel Einblick

in Aus der Welt der Wissenschaft 14.11.2018 09:22
von franzpeter | 9.085 Beiträge

http://blogs.faz.net/schachblog/2018/11/...-einblick-1522/




Zu viel Einblick
13. November 2018 von Stefan Löffler | 0 Lesermeinungen
Nach der bisher kürzesten und uninteressantesten Partie der WM, einem weiteren Remis, gab es in der anschließenden Fragerunde statt Fragen auch Wortmeldungen, die von den Spielern mehr Risiko und Aufregung einforderten. „Eine solche Partie bringt das Herz nicht zum Rasen. Heute ist wenig Aufregendes passiert“, gab Magnus Carlsen zurück. Aufregendes passierte allerdings abseits des Bretts. In der Nacht zum Dienstag veröffentlichte der St. Louis Chess Club, dem Fabiano Caruana angehört, ein Video über seine WM-Vorbereitung. Es gewährte mehr Einblick, als dem Herausforderer recht war. In dem dreieinhalbminütigen Film war ein Screenshot von Caruanas Notebook zu sehen, auf dem eine Liste mit Analysen von Eröffnungsvarianten aufscheint.

Quelle: FAZ


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
zuletzt bearbeitet 14.11.2018 09:23 | nach oben springen

#8

RE: Zu viel Einblick

in Aus der Welt der Wissenschaft 16.11.2018 12:30
von franzpeter | 9.085 Beiträge

Schach-WM in London
Hier können Sie die fünfte Partie nachspielen
Auch am fünften Spieltag der Schach-WM in London gab es keinen Sieger. Hier können Sie die fünfte Partie zwischen Weltmeister Magnus Carlsen und Herausforderer Fabiano Caruana nachspielen.

http://www.spiegel.de/sport/sonst/schach...-a-1238739.html
http://www.spiegel.de/video/schach-wm-ma...o-99022745.html


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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#9

RE: Zu viel Einblick

in Aus der Welt der Wissenschaft Gestern 12:50
von franzpeter | 9.085 Beiträge

http://www.spiegel.de/video/schach-wm-20...o-99022791.html


Schach-Videoanalyse
"Caruana hätte gewinnen können"
17.11.2018 - Weltmeister Magnus Carlsen wollte angreifen. Das eröffnete Herausforderer Fabiano Caruana eine Chance. Ein norwegischer Supercomputer zeigt, wie er in Führung hätte gehen können. Daniel King analysiert Partie sechs.
Hier finden Sie alles zur Schach-WM auf einen Blick.


Mit freundlichen Grüßen
franzpeter
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